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Stephanie Kosbab wird Schul- und Kulturdezernentin

Kandidatin war selbst überrascht

Ahlen

Faustdicke Überraschung im Rat: Stephanie Kosbab setzte sich bei der Wahl zur Schul-, Sozial- und Kulturdezernentin durch. Sie erhielt 23 von 45 Stimmen; ihr Gegenkandidat Michael Ottmann mit 22 eine weniger.

Von Christian Wolff

Blumen für die neue Erste Beigeordnete: Bürgermeister Dr. Alexander Berger gratulierte Stephanie Kosbab zur Wahl. Foto: Ulrich Gösmann

Sie wusste im ersten Moment gar nicht, was sie sagen sollte. Sichtlich verdutzt, aber dennoch erfreut quittierte Stephanie Kosbab am späten Donnerstagnachmittag ihre Wahl zur Schul-, Sozial- und Kulturdezernentin.

Dass sie sich tatsächlich durchsetzen würde, war selbst von einigen Befürwortern unter den Ratsmitgliedern nicht erwartet worden. Von einer „faustdicken Überraschung“ sprachen einige im direkten Anschluss an die auf Antrag von Sebastian Richter (SPD) unter dem Tagesordnungspunkt 7 geheim durchgeführten Wahl.

Von 45 abgegebenen Stimmen entfielen 23 auf die 40-Jährige, während ihr Gegenkandidat Michael Ottmann (35) genau 22 Stimmen erhielt. Der zweifache Familienvater aus Warendorf, derzeit Leiter des Haupt- und Personalamts im Warendorfer Kreishaus, war insbesondere von der CDU favorisiert worden, weshalb die Reaktionen hinter den Bänken der Christdemokraten eher verhalten und zum Teil niedergeschlagen ausfielen.

Erste Gratulationen

„Ich gratuliere Ihnen zu dieser wichtigen Wahl“, sagte Bürgermeister Dr. Alexander Berger und überreichte der neuen Ersten Beigeordneten Stephanie Kosbab, nachdem die ersten Gratulanten bereits Schlange standen, als erste Amtshandlung nach der Verkündung des Ergebnisses einen Blumenstrauß.

„Herzlich willkommen im Team der Stadt Ahlen“ – diesen Gruß schickte einige Minuten später auch Kämmerer Dirk Schlebes der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs voraus – begleitet von einem wertschätzenden Klopfen aus den Reihen des Rates.

Michael Ottmann konnte sich nicht durchsetzen. Foto: Ulrich Gösmann

Stephanie Kosbab stammt aus Wuppertal und errang im Jahr 2001 die Allgemeine Hochschulreife. Anschließend studierte sie Rechtswissenschaften an den Universitäten Osnabrück und Münster mit dem Abschluss Diplom-Juristin. Zwischen 2008 und 2010 folgte ein Referendariat beim Landgericht Bochum, in dessen Folge sie zur Volljuristin avancierte.

Spannung bei der Auszählung. Foto: Ulrich Gösmann

Ein Jahr lang arbeitete die Wuppertalerin als Rechtsanwältin bei der Pricewaterhouse Coopers Legal AG in Düsseldorf mit Schwerpunkt Energierecht. Im Jahr 2013 übernahm sie ihre Tätigkeit als Rechtsanwältin bei der Verbraucherzentrale NRW, wo sie zunächst als juristische Referentin mit dem Landesprojekt „NRW bekämpft Energiearmut“ betraut wurde. Seit 2016 ist sie sogar Leiterin dieses Landesprojekts.

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