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Robert-Koch-Straße zeigt neues Profil

Kantensteine schaffen schon Klarheit

Ahlen

Die lange Parkplatzreihe mehr vor dem Ahlener Krankenhaus halbiert sich. Das schafft auch Platz für eine breit angelegte Freitreppe rüber zum Stadtpark. Die Robert-Koch-Straße verändert sich – jetzt erstmals klar erkennbar.

Von Ulrich Gösmannund

Einladend breit: Foto: Ulrich Gösmann

Kaum, dass die Kantensteine vor dem Krankenhaus gesetzt sind, ist klar erkennbar, was so anders sein wird an der neuen Robert-Koch-Straße. „Die Straße öffnet sich zum Stadtpark. Ein Ensemble“, findet Ansgar Drees, Bauleiter bei den Ahlener Umweltbetrieben. Und irgendwie scheint auch das St.-Franziskus-Hospital plötzlich näher im Grünen, das noch matschgrau ist.

Die größte Veränderung auf den ersten Blick: der Wegfall der langen Parkplatzreihe entlang des umgestalteten Stadtparks. Geparkt wird künftig nur noch bis zum Hospital-Haupteingang. Ein kleiner Wendehammer beendet die Weiterfahrt, die nur noch dem Rettungsdienst und Anlieferverkehr gestattet ist.

Halbierte Parkreihe – das heißt auch halbiertes Stellplatzangebot. Doch bei den 16 Boxen – darunter drei breitere für mobilitätseingeschränkte Nutzer – soll es nicht bleiben. Auf der gegenüberliegenden Seite öffnet sich eine zweite Reihe mit acht Querboxen und weiteren drei für Längsparker. Zusammen sind‘s 27 und in Summe dann doch einige weniger als vor dem Umbau.

Links entsteht eine neue Parkplatzreihe. Acht Boxen werden quer, drei längs angeordnet. Foto: Ulrich Gösmann

Obwohl beidseitig geparkt wird, verändert sich die Fahrbahnbreite nur geringfügig um 70 Zentimeter auf sechs Meter. Ansgar Drees macht‘s an der ursprünglich „relativ breiten Ausweitung zum Knotenpunkt“ Parkstraße fest.

Bauleiter Ansgar Drees

In Höhe des Hospital-Haupteingangs hat sich eine breit angelegte Freitreppenanlage bis auf den alten Parkplatz gelegt. Ehemalige Haltepunkte sind jetzt Treppenbestandteil mit taktilen Leitelementen.

Die Treppe direkt vor dem Hospital wird ihre Höhe behalten, der Weg über die gepflasterte Fahrbahn zur Freitreppe dann aber leicht abfallen. Warum nicht Stufen reduzieren? „Prämisse ist es, das Oberflächenwasser vom Krankenhaus wegzubringen. Wir wollen in Richtung Stadtpark entwässern. Das Krankenhaus hat eh eine tiefe Lage“, erklärt Ansgar Drees. Wem das Auf und Ab an eigene Mobilitätsgrenzen stoßen lässt, dem steht eine zusätzliche Rampe zur Verfügung. Sie gleicht 1,30 Meter Höhendifferenz auf 30 Metern Zick-Zack-Kurs aus.

Gleich neben der Krankenhaustreppe führt eine Rampe im Zick-Zack-Kurs von der Robert-Koch-Straße zum Hospitaleingang. Foto: Ulrich Gösmann

Zu neuer Enge findet die Robert-Koch-Straße auf ihrem letzten Bauabschnitt zwischen Krankenhauseingang und Wersebrücke. Sie speckt um zwei auf vier Meter ab und wird mit Betonstein gepflastert. Für den kommenden Montag kündigt Jörg Pieconkowski, Gruppenleiter Grünflächen bei den Ahlener Umweltbetrieben, die Anpflanzung von zwei Baumreihen mit Alleecharakter an. Die Wahl fiel auf 17 weiß blühende Akazien, die zu den Bienennährgehölzen zählten, wie der Landschaftsarchitekt anmerkt.

Im Bereich der Werse­brücke sind in dieser Woche Mitarbeiter der Stadtwerke damit beschäftigt, neue Versorgungsleitungen bis zur Trafostation an der Krankenpflegeschule zu verlegen. Sie schaffen auch Verbindung zu voraussichtlich zwei neuen Ladestationen, die für mehr E-Mobilität im Parkplatzbereich stehen.

Auf vier Meter Breite verschlankt die Straße im hinteren Bauabschnitt bis zur Brücke, demnächst flankiert von einer Akazienallee. Foto: Ulrich Gösmann

Die Baumaßnahme Robert-Koch-Straße ist voll im Zeitplan. Nach den jetzt laufenden Randeinfassungen soll im März die Betonsteinpflasterung hergestellt werden. Für Anfang April ist die Asphaltierung des vorderen Fahrbahnabschnitts vorgehen. Im Anschluss die Wiederfreigabe, die mit der Wiedereröffnung des Stadtparks zusammenfallen könnte, wenn sich der Winter weiter zurückhält.

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