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Baugebiet „Handkamp“

Keine Anbindung übers „Elsken“

Ahlen

Wenn die Flächen am „Handkamp“ neu bebaut werden, ist damit auch neuer Verkehr verbunden. Aber deswegen auf der Warendorfer Straße eine weitere Querungshilfe einzurichten oder gar eine Anbindung an die „Elsken“­-Siedlung zu ermöglichen, hält der Bauausschuss für wenig sinnvoll.

Von Christian Wolff

Rechts neben dem „Norden-Grill“, wo es jetzt bereits auf den „Handkamp“-Parkplatz geht, soll auch die künftige Zufahrt ins neue Baugebiet entstehen. Ein Teil des Parkstreifens an der Warendorfer Straße (im Vordergrund) wäre bei der Einrichtung einer separaten Abbiegespur weggefallen. Doch der Stadtplanungs- und Bauausschuss lehnte dieses ebenso ab wie den Neubau einer Querungshilfe. Foto: Christian Wolff

In greifbarer Nähe eine Fußgängerampel, 150 Meter weiter eine Querungshilfe. Warum auf der Warendorfer Straße noch eine weitere Querungshilfe entstehen soll, wenn jetzt im Bereich „Auf dem Handkamp“ ein neues Wohngebiet entsteht, war einigen Mitgliedern des Stadtplanungs- und Bauausschusses am Dienstagnachmittag schleierhaft. Sie lehnten diesen Vorschlag ab und brachten das weitere Verfahren zum Bebauungsplan Nummer 51.2 mit großer Mehrheit auf den Weg.

„Nicht überall, wo jemand über die Straße gehen möchte, können wir eine Querungshilfe errichten“, meinte Erhard Richard (CDU). Auch Andreas Schweer (FDP) hielt das Konstrukt für „wenig zielführend“, auch wenn er sich mit einem separaten Abbieger, der ebenfalls nicht umgesetzt wird, hätte anfreunden können. „Irgendeine Kröte wird man schlucken müssen. Wir haben lange auf die Entwicklung des Handkamps warten müssen“, fasste es Thomas Kozler (SPD) zusammen.

Keine Verschlechterung der Wohnsituation

In der Sitzung des Fachausschusses ging es ohnehin weniger um das Wohngebiet selbst, als um den Verkehr, den sich darum drehen wird. Es sei „ein generelles Problem“, so Petra Pähler-Paul (Grüne), „dass die Ausfallstraßen in Ahlen übermäßig belastet sind. Die Menschen wollen weniger Autos vor der Tür. Wir haben dem zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.“ Stadtplaner Markus Gantefort hielt dazu fest, dass nach gutachterlicher Feststellung keine „Verschlechterung der Wohnsituation“ für die Anwohner der Warendorfer Straße zu erwarten sei. „Das ist eine übergeordnete Straße, die in der Lage ist, eine große Zahl von Wohngebieten anzubinden.“

Das versteht Petra Pähler-Paul (Grüne) nicht: Ein großer Teil des Parkplatzes am „Dänischen Bettenlager“ ist als Ausstellungsfläche belegt. Foto: Christian Wolff

Dem Vorschlag aus der Bürgerschaft, das gesamte Handkamp-Gelände ausschließlich oder zusätzlich über die Elsken-Siedlung anzubinden, erteilte der Bauausschuss eine klare Absage. „Der Elsken ist bereits verkehrsberuhigt“, erinnerte Barbara Buschkamp (CDU). Es diene auch der Schulwegsicherung, hier keine zusätzlichen Ströme zu erzeugen.

„Bettenlager“ befürchtet Wegfall von Parkplätzen

Unter den in der Bürgerbeteiligung vorgebrachten Eingaben befanden sich auch Stellungnahmen von Seiten des „Dänischen Bettenlagers“, das an der Warendorfer Straße gegenüber der geplanten Wohngebietszufahrt eine Filiale betreibt. Laut Markus Gantefort werde befürchtet, dass der Parkstreifen vor deren Schaufensterfront zugunsten einer separaten Abbiegespur wegfallen könnte. Das konnte Petra Pähler-Paul nicht verstehen: Der größte Teil des hauseigenen Bettenlager-Parkplatzes werde vom Geschäft selbst als Ausstellungsfläche genutzt, wusste sie zu berichten.

Bei einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen segnete der Ausschuss die Vorlage zum Bebauungsplan soweit ab, dass die Zufahrt zum „Handkamp“ weiterhin über die Warendorfer Straße erfolgen soll. Die Querungshilfe und die Abbiegespur wurden abgelehnt; die Parkplätze vor dem „Bettenlager“ bleiben erhalten.

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