1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Kindliche Geborgenheit im Projekt „Nestwärme“

  8. >

Internationales Frauenfrühstück zurück

Kindliche Geborgenheit im Projekt „Nestwärme“

Ahlen

Große Wiedersehensfreude lag beim Internationalen Frauenfrühstück in der Luft. Die Teilnehmerinnen beschäftigten sich mit der Freiluftausstellung „Museum der Menschheit“ und dem Projekt „Nestwärme“ des Kinderschutzbundes.

Von Angelika Knöpker

Vor den Porträts an der Volkshochschule zeigten die Frauen in Landestracht ihre Vielfalt (v.l.): Maryam Bolandraftar (Iran), Tita Schmidt (Indonesien), Rina Khanam (Bangladesch), Anissa Chouieur (Algerien) und Laina Remer (Philippinen) Foto: Angelika Knöpker

„Wie schön, dich wieder zu sehen, habe dich sehr vermisst. Die Pause war einfach viel zu lang.“ Überschwänglich und herzlich waren die Reaktionen der Frauen, die sich nach mehrmonatiger coronabedingter Wartezeit endlich wieder zum Internationalen Frauenfrühstück (IFF) treffen konnten. Auch Initiatorin Laina Remer war sichtlich bewegt, als sie im Garten zwischen Familienbildungsstätte und Pfarrheim die Teilnehmerinnen begrüßte. Auf ein üppiges Büfett mussten sie dieses Mal verzichten, doch jede Frau hatte eine Kleinigkeit mitgebracht.

Einige waren in ihren Landestrachten gekommen, war doch das IFF dieses Mal ein Beitrag zum Projekt „Museum der Menschheit“ von Innosozial. Hatice Yesilyaprak, Beauftragte für Integration und Migration, stellte den Frauen die Freiluftausstellung des Dokumentarfotografen Ruben Timman aus den Niederlanden vor. Er hat ausgehend vom Marktplatz quer durch die Stadt bis zur Zeche Westfalen 70 großformatige Porträts von Ahlenern und Menschen aus aller Welt ausgestellt. Sie ist noch, begleitet von einem attraktiven Rahmenprogramm, bis zum 23. Oktober zu sehen.

Familiäre Bereitschaftsbetreuung

Britta Bülter vom Kinderschutzbund nutzte die Gelegenheit, um das Projekt „Nestwärme“ vorzustellen. Dabei geht es um familiäre Bereitschaftsbetreuung von kleinen Kindern bis zu vier Jahren, die aus ganz unterschiedlichen Gründen für eine Zeit von der Familie getrennt werden müssen. Nach den Ferien findet in Kooperation mit der Familienbildungsstätte, eine entsprechende Schulung statt. Bereits vorher informiert Britta Bülter gern unter Telefon 5 47 04 33 35 über Voraussetzungen zur Teilnahme.

Interessierte sollten kurzfristig und für eine begrenzte Zeit Kindern einen familiären Raum bieten, über Lebenserfahrungen verfügen und Freude am Zusammenleben mit Kindern haben. „Sie sollen in Not geratenen Kindern ein Gefühl der Geborgenheit und des Vertrauens im familiären Rahmen vermitteln“, machte die Beraterin deutlich. Eine entsprechende Ausbildung ist nicht erforderlich, wohl aber die Vorlage eines Führungszeugnisses. Britta Bülter ging von Tisch zu Tisch, um Werbung zu machen und Flyer zu verteilen.

Nächster Termin am 21. August

Wie im Flug vergingen die eingeplanten zwei Stunden mit Wiedersehensfreude, guten Gesprächen, Kaffee und kleinen Snacks. Schon jetzt freuen sich alle auf den 21. August, wenn – vorausgesetzt die Corona-Pandemie lässt es zu – Bettina Neuhaus und Laina Remer wieder zum Internationalen Frauenfrühstück einladen.

Startseite