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Theaterstück zum Abschluss des Innosozial-Sprachcamps

Klare Botschaft: Gemeinsam zum Erfolg

Ahlen

Eine enorme Entwicklung durchliefen die Teilnehmenden im Sprachcamp von Innosozial. Zum Abschluss führten sie ein Theaterstück auf.

Von Ralf Steinhorst

Foto: Ralf Steinhorst

Nach zwei Wochen ging am Freitagnachmittag das Innosozial-Sprachcamp für Grundschüler mit der Aufführung des Theaterstücks „Die Welt zu Gast in Ahlen“ zu Ende. Die Kinder hatten das Stück selbst zusammen mit den Theaterpädagoginnen Ute Liekenbrock und Lisei Riemer entwickelt.

„Die Kinder sind so aufgeregt, das wäre ich an deren Stelle aber auch“, stellte Sprachcampleiterin Agniezka Bednorz eine große Spannung vor Aufführungsbeginn auf dem Schulplatz der ehemaligen Paul-Gerhardt-Schule fest. Und weil die Kinder nicht so laut sprechen können, wurde das aus Eltern und Geschwistern bestehende Publikum von Projektleiterin Ergül Aydemir um Stille während der Aufführung gebeten.

Stück an „Museum der Menschheit“ angelehnt

Im Stück schläft der Ahlener Bürgermeister Dr. Meister Bürger plötzlich am Schreibtisch ein und kann nicht mehr geweckt werden. Auch ein Arzt kann nicht helfen, worauf verschiedene Gruppen aus aller Welt ihre Hilfe anbieten: eine Italienerin mit Pizza, eine Französin mit Brot, ein Belgier mit Pommes, eine Engländerin mit einer Teerose sowie Indianer, Kängurus, Pinguine oder Faultiere. Alle können nicht helfen. Selbst der Zaubertrank der Hexen versagt. Erst ein gemeinsam gemixtes Serum aller Gruppen hilft und kann den Bürgermeister wieder aufwecken.

Theaterpädagogin Lisei Riemer und Sprachcampleiterin Agniezka Bednorz (v. l.) vor der Wand-Weltkarte. Die hatten die Kinder als Deko zum Theaterstück gebastelt. Foto: Ralf Steinhorst

Die Botschaft ist klar: Wenn wir allein erfolglos sind, schaffen wir es gemeinsam. So sah auch Ute Liekenbrock die Vorbereitung des Theaterstücks, das inhaltlich bewusst an die aktuelle Innosozial-Stadtausstellung „Museum der Menschheit“ angelehnt war. In den letzten zwei Wochen wurde täglich nachmittags am Theaterstück gearbeitet, nicht nur inhaltlich, sondern es wurden auch Kleidung und Ausstattung gebastelt. So entstand auch eine große Wand-Weltkarte. Inhaltlich diente als Basis, dass alle zusammen erst einmal die Welt mit ihren Kulturen erfasst haben.

40 Kinder aus zehn Nationen

„Wir hatten Kinder dabei, die konnten gar kein Deutsch oder sind erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen“, zeigte sich Ute Liekenbrock erfreut über die Harmonie und Schaffenskraft untereinander: „Die Kinder waren füreinander da, das brauchte gar nicht eingefordert zu werden.“ Vieles musste übersetzt werden, es kamen immerhin 40 Kinder aus zehn Nationen zusammen. Trotzdem sah die Theaterpädagogin bei einigen Kindern enorme Sprachentwicklungen.

Auch Agniezka Bednorz zeigte sich nach den zwei Wochen Sprachcamp sehr zufrieden: „Die Kinder haben sich alle weiterentwickelt.“

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