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Betreuungszentrum Rosengarten

Kleine Schweinerei mit Herz

Ahlen

Wer Tiere streichelt, streichelt die eigene Seele. Das erfuhren auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Betreuungszentrums Rosengarten, die sich über tierischen Besuch freuten. Und dabei handelte es sich nicht nur um Hunde.

wn

Fritz, der Mini-Eber, mag es, wenn er mit Bürsten geschrubbelt wird. Foto: Betreuungszentrum Rosengarten

Das war aber mal ein tierischer Besuch im Betreuungszentrum Rosengarten: Fritz, der Mini-Eber, Dino, der stolze Hahn mit seinen Seidenhühnern, die beiden Hundedamen Lumpi und Keksi sowie viele andere Kleintiere haben vergangene Woche großes Staunen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung am Lütkeweg ausgelöst.

Alois Terhürne und Iris Mebus-Melnik vom Hammer Unternehmen „Eseltherapie Terhürne“ verwandelten das Foyer des Betreuungszentrums in einen wahren Streichelzoo. Die Bewohnerinnen und Bewohner hatten alle Hände voll zu tun, denn jedes Tier wollte sich natürlich seine Streicheleinheiten abholen – eine willkommene Abwechslung in der derzeitigen Situation des Verzichtens.

Kaninchen und Schweinchen in trauter Eintracht. Foto: Betreuungszentrum Rosengarten

Pflegedienstleiterin Ute Nordhoff erklärt, welche Bedeutung solche Aktionen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Betreuungszentrums gerade jetzt haben: „Diese Menschen stehen vielfach am Ende eines langen Lebens, und ihr Alltag wird maßgeblich über die sozialen Interaktionen mit ihren Familienangehörigen geprägt. Die Lebensqualität der Bewohner und Bewohnerinnen ist über Monate hinweg massiv beeinträchtig- sozial, psychisch und physisch. Die Gruppe der älteren Menschen in den Pflegeeinrichtungen treffen ihre Angehörigen unter erschwerten Bedingungen.“

Kommunikation beeinträchtigt

Die Kommunikation sei aufgrund des Mundschutzes beeinträchtigt: „Schwerhörigkeit, der Mindestabstand, die eingeschränkte Mimik und Gestik lassen kaum Nähe zu.“ Um schlussendlich einer Deprivation, dem Gefühl der Isolation, entgegenzuwirken, hatten sich die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betreuungszentrums Rosengarten dieses Highlight überlegt.

Die Hundedamen Lumpi und Keksi waren auch dabei. Foto: Betreuungszentrum Rosengarten

Tiere zu beobachten, zu berühren und zu füttern wirkt nachweislich muskelentspannend, wahrnehmungs- und beziehungsfördernd. Durch die Begegnung kann Stress abgebaut werden und sie kann eine antidepressive Wirkung haben.

So sei auch hier zu sehen gewesen, so Ute Nordhoff, dass die Bewohnerinnen und Bewohner viel Freude erlebten und spürten.

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