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Diskussionsabend mit „Letzte Generation“

Klimaaktivisten geben Antworten

Ahlen

Die Klimaaktivisten von „Letzte Generation“ haben sich in den vergangenen Wochen nicht unbedingt Freunde gemacht. Die Intention ihrer Klebeaktionen erklären sie an zwei Abenden in Ahlen selbst.

Von Ralf Steinhorst

Haben sich aus Sympathie mit der „Letzten Generation“ symbolisch festgeklebt: Karin Arrenberg, Anne Bussmann und Ludger Bruns (v.l.) von „Parents for Future Ahlen“. Foto: Ralf Steinhorst

Die Klimaschutzbewegung „Parents for Future Ahlen“ lädt an den Dienstagen 24. Januar und 31. Januar jeweils um 19 Uhr in das Bürgerzentrum Schuhfabrik zu Vorträgen und Diskussionen mit Vertretern der Klimaschutzbewegung „Letzte Generation“ ein. Die „Letzte Generation hatte in den vergangenen Wochen besonders durch Straßenblockaden Aufsehen erregt. „Parents for Future“ will der Ahlener Bevölkerung damit Gelegenheit geben, mit den Klimaschutzaktivisten ins Gespräch zu kommen und sich ein eigenes Bild zu machen.

Identisches Programm

Beide Abende werden vom Programm her identisch sein, so dass nicht beide Veranstaltungen besucht werden müssen, um ein umfassendes Bild der „Letzten Generation“, ihrer Ziele und Aktivitäten zu erhalten. Den ersten Abend wird Malte Nierobisch aus Bottrop allein gestalten. Er hat als „Klimakleber“ schon an verschiedenen Straßenblockaden in München, Berlin und Köln teilgenommen. Am zweiten Abend bekommt er Unterstützung von einem weiteren Mitglied der Bewegung „Letzte Generation“.

Zunächst werden die Klimaaktivisten einen Vortrag halten, der in zwei Teile gegliedert ist. Im ersten Teil gehen sie auf den aktuellen Stand des Klimas ein, wie die Aussichten für die Zukunft sind und was diese für die Menschen bedeuten. Im zweiten Teil berichten sie über die Bewegung „Letzte Generation“, wie sie arbeitet, warum gerade die bekannten Aktionsformen gewählt werden und welchen Erfolg sich die Gruppierung sich davon verspricht. Auch stellen sie dar, welche Erfolge ihr ziviler Ungehorsam schon gebracht hat. Im Anschluss an die Vorträge sind Diskussionen vorgesehen.

Gesicht geben

„Wir wollen mit den Vorträgen der Letzten Generation ein Gesicht geben“, begründet Ludger Bruns von „Parents for Future“ die Einladung an die jungen Aktivisten. Gleichzeitig wolle man durch die Diskussionsmöglichkeit dem schlechten Image entgegenwirken, da die Aktivistinnen und Aktivisten oft als Kriminelle bezeichnet würden. Durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz im vergangenen Jahr sei deutlich geworden, dass es aufsehenerregende Aktionen braucht, damit die Politik das selbstgesteckte Klimaziel von 1,5 Grad Celsius endlich umsetzt. „Parents for Future Ahlen“ wolle sich mit den Vorträgen zudem neue Impulse holen.

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