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Immobilie wechselt Besitzer

Klosterstraße 27 wird Kreativhaus

Ahlen

Das denkmalgeschützte Gebäude Klosterstraße 27 wechselt den Besitzer – und wird Kreativhaus.

Von Ulrich Gösmannund

Die denkmalgeschützte Immobilie Klosterstraße 27 hat einen neuen Besitzer gefunden. Sie soll lebendige Begegnungsstätte und Kreativhaus werden. Foto: Ulrich Gösmann

Einst städtische Schreinerei und griechisches Zentrum, demnächst Kreativhaus: Das denkmalgeschützte Gebäude Klosterstraße 27 hat einen neuen Besitzer gefunden. Seine Entscheidung verlegte der Stadtplanungs- und Bauausschuss am Donnerstagabend in den nichtöffentlichen Teil – um Fragen zum Angebot zu stellen, die er nicht öffentlich diskutieren wolle, wie Thomas Kozler seinen Vorstoß begründete.

Bereits vor zwei Jahren hatte das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt Ahlen die Initiative zur Vermarktung der Immobilie ergriffen, die seit 1987 auf der städtischen Denkmalliste steht. Ein Gutachten ermittelte einen Wert von 96 000 Euro. „Das Baudenkmal ist ein gutes Beispiel für die in den 1920er-Jahren vielfältig zitierten Baustilvarianten, hier zu erkennen in den barocken und klassizistischen Strukturen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

In dem Vergabeverfahren, an dem sich sieben Bieter beteiligten, favorisierte die Verwaltung Variante C, da die Bewertung der Zuschlagskriterien im Ergebnis mit deutlichem Abstand die höchste Punktezahl erreichte. Mit 200 000 Euro lag auch das Kaufpreisgebot am höchsten.

Aus der Verwaltungsvorlage

Der neue Eigentümer punktete mit der Entwicklung eines Kreativhauses, in dem der große Raum im Erdgeschoss erhalten bleiben und als Kreativraum dienen soll. Im Obergeschoss sind unter anderem Seminarräume vorgesehen. Auch eine Anmietung von Teilbereichen soll möglich sein. Die Vorlage wird konkreter: „Intendiert werden die Entwicklung einer lebendigen Begegnungsstätte und ein Ort der Integration. Angesprochen werden Menschen, die Freude daran haben, sich gestalterisch auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Dabei ist unter Beachtung von sozialen und kulturellen Aspekten an eine vielfältige attraktive Nutzungsmischung gedacht. Diese umfasst Angebote wie eine offene Werkstatt, in der unterschiedliche Materialien ausprobiert werden, Workshops, Zeichnen / Malen, Druckwerkstatt, aber auch Kursangebote, die der Gesundheitsförderung dienen.“ Der Ausschuss votierte einstimmig.

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