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Vorstandswahl bei „Keiner geht verloren“

Knepper rückt an erste Stelle

Ahlen

Udo von der Burg hat den Vorsitz des Vereins „Keiner geht verloren“ abgegeben. Jetzt ist er Ehrenvorsitzender.

Peter Schniederjürgen

Der neue Vorstand Burkhard Knepper, Lothar Weichel, Renate Mehring, Berni Recker und Dieter Werner. Foto: Peter Schniederjürgen

Es sei nach zwölf Jahren an der Zeit, den Vorsitz in andere Hände zu geben. „Und das gern in die meines langjährigen Stellvertreters Burkhard Knepper“, verabschiedete sich Udo von der Burg vom Amt des Vorsitzenden im Verein „Keiner geht verloren“ (KGV). Der hatte sich mit dem Vorstand und einigen Beisitzern am Samstag in seinen neuen Räumen in der Bodelschwinghschule getroffen.

Zwei neue Beisitzer

Udo von der Burg wurde im Rahmen der kleinen, unter Einhaltung aller Hygieneregeln stattfindenden Versammlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Das Amt des zweiten Vorsitzenden übernimmt Dieter Werner. Der ehemalige Ausbildungsleiter von Kaldewei ist ebenfalls schon lange mit dem KGV verbunden und hat vorher als Beisitzer mitgearbeitet. „Ich freue mich über die Mitarbeit von Renate Mehring und Lothar Weichel als neue und wichtige Beisitzer“, begrüßte Geschäftsführer Berni Recker die Nachfolger im Vorstand. Zukünftig wird auch Joachim Fahnemann mit Sylvia Adam-Recker in der Projektleitung des Vereins zusammenarbeiten.

„Beteiligungskultur für Jugendliche in Ahlen“ heißt das neue von der Uni Bielefeld begleitete Projekt. „Wir stellen ein großes Desinteresse der Jugendlichen an den kommunalen Entscheidungen und Abläufen fest“, erklärte Sylvia Adam-Recker. Nach ihrer Erfahrung fühlten sich die jungen Menschen von der Politik gar nicht wahrgenommen. „Hier wollen wir ansetzen und über drei Schritte mit der Zielgruppe – Kinder und Jugendliche ab der fünften Klasse – kommunale Entscheidungsprozesse nachvollziehen.“ So werden die Mädchen und Jungen im ersten Schritt nach ihren Wünschen befragt und das Ergebnis von der Universität ausgewertet. Im nächsten Schritt wird ein Gremium der Jugendlichen diese Wünsche sortieren und eine Arbeitsgrundlage erstellen. Im dritten Schritt sollen dann diese Wünsche und Vorstellungen mit Experten diskutiert und auf Umsetzbarkeit geprüft werden. Schlussendlich sollen diese geprüften Wünsche zu Anträgen für Verwaltung und Rat werden. „Damit soll die politische Arbeit erfahren und Demokratie unmittelbar erlebt werden“, so Sylvia Adam-Recker.

Udo von der Burg

Dabei legt sie großen Wert darauf, dass die jungen Menschen in diesem Projekt alles alleine, also ohne „erwachsene“ Einmischung durziehen.

Schließlich betonte der frisch gewählte Vorsitzende die Bedeutung des Vereins. „Wir geben Chancen und sparen damit große Summen an Steuergeldern“, stellte Burkhard Knepper klar. Denn der Tagessatz für die Betreuung besonders auffälliger Jugendlicher liege zwischen 160 und 300 Euro und mehr.

„Wir sind oft die letzte Hoffnung für die Kids“, ergänzte Berni Recker. Dabei freue er sich, auch im vergangenen Jahr wieder zahlreichen jungen Leuten den Start in ein geordnetes Leben ermöglicht zu haben. Lothar Weichel schilderte den Fall eines jungen Mannes, der als unbeschulbar galt. „Er stand kurz davor, ins Drogenmilieu abzurutschen.“ Schließlich sei es in sehr aufwendiger Arbeit gelungen, ihn für die Schule fit zu machen und nun besuche er mit besonderem Erfolg die höhere Handelsschule. „Das ist ein unschätzbarer Erfolg für die gesamte Gesellschaft“, sagte Udo von der Burg.

Umzug stand im Fokus

Abschließend ließ der Vorstand das Jahr Revue passieren. Dabei hatte der Umzug in die neuen Räume im Vordergrund gestanden. Für 2019 bestätigte Kassierer Ulrich Peitz eine solide Haushaltslage, jedoch würden in diesem Jahr die Ausgaben wegen des Einzelunterrichts sehr stark ansteigen.

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