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Bau- und Hochzeitsmesse lockt in die Stadthalle

Kombination liegt auf der Hand

Ahlen

Heiraten, eine Familie gründen, ein eigenes Haus bauen – Entscheidungen „fürs Leben“, die wohl überlegt und geplant sein wollen. Hilfestellung dabei gab die kombinierte Bau- und Hochzeitsmesse am Wochenende in der Stadthalle.

Von Martin Feldhaus

Kreative Ideen für eine Fotobox bei der Hochzeitsparty gab es bei Anna-Maria Förster (l.) und Max Petter von „Fotopolis“. Foto: Martin Feldhaus

Erst die Hochzeit. Und dann? „Viele, die heiraten, bauen bald danach ein Haus“, weiß Messemacher Alfred Bokelmann. Warum also nicht das machen, was nur auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt: eine Hochzeitsmesse und eine Ausstellung zum Thema „Bauen und Wohnen“ mitein­ander kombinieren. „Das ist eine Symbiose, die passt“, ist Bokelmann überzeugt, und der Erfolg seines Konzepts gibt ihm recht. Die von ihm veranstaltete Doppelmesse lockte am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Besucher in die Stadthalle, wo insgesamt 40 Stände warteten, die fast alles rund um den schönsten Tag des Lebens und die eigenen vier Wände boten. 

Lisa Ax

Was braucht man für eine Hochzeit? Wenn sich heiratswillige Paare diese Frage stellen, kommt wohl vor allem den Frauen natürlich sofort eines in den Sinn: das Brautkleid. Anregungen dafür und sonstige aktuelle Modetrends gab es bei der Hochzeitsmesse gleich an mehreren Ständen. Für Lisa Ax optimal. „Ich möchte mich hier ein bisschen inspirieren lassen und über Preise und Lieferzeiten informieren“, betont die Ahlenerin, für die der eigene Hochzeitstermin schon feststeht: im kommenden Juni ist es soweit. Da kam die Hochzeitsmesse gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn ein Hochzeitskleid braucht immer eine gewisse Vorlaufzeit. „Sommerbräute müssen jetzt schon bestellen“, weiß etwa Barbara Schott von Orchidee Braut- und Festmoden an der Beckumer Straße, die eine Auswahl verschiedener Kleider an ihrem Stand präsentierte.

Das Hochzeitskleid rechtzeitig zu bestellen, rät Barbara Schott von Orchidee Braut- und Festmoden. Foto: Martin Feldhaus

Nicht die einzige Entscheidung rund um die eigene Hochzeit. So stellt sich zwangsläufig auch immer die Frage, wie die Feier nach der Trauung gestaltet werden soll. Hierfür präsentierten etwa Anna-Maria Förster und Max Petter vom im Mai 2020 gegründeten Ahlener Unternehmen „Fotopolis“ Ideen zu den bei Hochzeiten immer beliebter werdenden Fotoboxen. „Die Leute haben keine Lust mehr, Fotos mit dem Handy zu machen“, sagt Petter. Ein mobile Fotobox biete insoweit eine gute Alternative, da die Gäste die Fotos sofort ausgedruckt bekommen und versehen mit persönlichen Worten in ein Gästebuch des Brautpaares einkleben können. Mieten kann man bei „Fotopolis“ jedoch nicht nur die Fotobox, sondern auch ein besonderes Highlight – einen 50 Jahre alten umgebauten Wohnwagen als Kulisse für die Aufnahmen.

Und beim Thema Bauen als zweitem Teil der perfekten Messe-Symbiose? Da griffen die verschiedenen Stände unterschiedliche Aspekte des Eigenheims vom kompletten Neubau über das Heizen und den Einbau von Solarzellen bis hin zur Innenausstattung und Reinigung auf. So informierte etwa Bautenschutz Surmann aus Werl über Vorteile einer Dachsanierung, bei der alte Dächer zunächst gereinigt und dann beschichtet werden, so dass sie danach in neuem Glanz erstrahlen und wetter- und UV-beständig sind. „Eine Sanierung lohnt sich bei einem Neubau so nach 15 bis 20 Jahren“, verdeutlichte Carsten Surmann.

Carsten Surmann aus Werl ist Experte für Dach- und Fassadenreinigung. Foto: Martin Feldhaus

Nicht bei bestehenden, sondern bei im Bau befindlichen Häusern setzte hingegen die Tischlerei Martin Nordemann aus Harsewinkel mit ihrer Bautreppen-Innovation an. „Unsere gebrauchsmustergeschützten Bautreppen bieten die Sicherheit und Belastbarkeit einer echten Treppe und ermöglichen den Handwerkern ein problemloses Ar­beiten an Wänden und Böden“, erklärte Martin Nordemann und verwies auf eine hohe Kosten- und Zeitersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Bautreppen oder gar bloßen Leitern.

Einige Schritte weiter ist da schon Raumdesigner Peter Kaiser, der verschiedene Flüssigtapeten dabei hat, eine ökologische Wand- und Deckenbeschichtung aus Textil- und Naturfasern. „Sehr interessante Farben“, findet Julia, die gerade mit ihrem Verlobten das neu erworbene Reihenhaus saniert und die Gelegenheit nutzt, sich über die verschiedenen Produkte zu informieren.

Veranstalter zieht zufriedenes Fazit

Insgesamt zog Alfred Bokelmann ein positives Fazit der zwei Messetage in der Wersestadt. Der Andrang sei zwar noch nicht wieder so wie vor Corona, aber: „Die Besucher, die kommen, haben ein großes Interesse.“ Ein Befund, der für beide Messen gilt, wo viele Besucher die Gelegenheit nutzten, um intensiv mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. „Ich bin froh und glücklich, dass wir das Konzept hier durchführen können“, dankt Bokelmann der Geschäftsführung der Stadthalle und spricht damit wohl allen 40 Ausstellern und den Besuchern aus dem Herzen. Schließlich wurde vor allem die Hochzeitsbranche von der Pandemie besonders hart getroffen.

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