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Stenau erwartet Engpässe in der Kolonie und Innenstadt

Komplettumstellung auf den Seitenlader

Ahlen

Nichts mehr mit Handarbeit: Entsorger Stenau stellt die Abfuhr der Gelben Tonnen in Ahlen jetzt komplett auf Seitenlader-Technik um.

Entsorger Stenau setzt ab sofort einen zweiten Seitenlader bei der Abfuhr der Gelben Tonnen in Ahlen ein, wie am Mittwoch im Kleiwellenfeld. Foto: Ulrich Gösmann

Entsorger Stenau sieht bei der Abfuhr der Gelben Tonnen den Zeitpunkt für eine Komplettumstellung gekommen. Bis März sollen auch die restlichen 40 Prozent der Ahlener Abfuhrbezirke über den Seitenlader angesteuert werden. Heißt: Zugriff nur noch über den Greifarm – und nicht mehr von Hand. Ab sofort verstärkt ein zweites vollautomatisches Fahrzeug die weiße Flotte.

„Es hat sich gut bewährt“, blickt Sandro Santilli auf die 60 Prozent der Bezirke, die auf Ahlener Gebiet längst über den Seitenlader laufen. Der Bürger habe sich dran gewöhnt. „Klar gibt‘s Pro­blemfälle.“ Der Stenau-Disponent nennt die Tonnen, die nicht mit der Deckelöffnung zur Straße abgestellt würden. Was vielleicht noch in 20 von 600 Fällen passiere. Ein anderes Problem: Parkende Autos, die zwischen Tonne und Entsorgungsfahrzeug stünden. Eine Situation, die auch unverschuldet eintreten könne, wenn etwa der Nachbar Besuch bekomme. Dennoch: Dort, wo der Greifarm nicht dran komme, bleibe die Tonne stehen. Mitunter sei ein anderer Standort ein grundsätzlich besserer. „Vielleicht hat ja die gegenüberliegende Straßenseite keinen Parkstreifen?“, gibt Santilli zu bedenken, um gleich zu betonen: „Wir sind daran interessiert, gemeinsam mit dem Bürger eine Lösung zu finden.“ Dazu komme man auf Wunsch raus.

Disponent Sandro Santilli

Die Seitenlader-Premiere in der Fischgräten-Siedlung begleitete der Einsatzkoordinator in dieser Woche vor Ort. Er führt kleine Sackgassen im Bezirk Am Röteringshof vor Augen. Eng zugeparkt, vor Kopf kleine Wendehammer. All das mache das Erreichen der Tonnen nicht ganz einfach. 80 Prozent hätten aber schon jetzt richtig gestanden. Weil der Seitenlader nur rechts greife und vor Kopf oftmals nicht wenden könne, heiße das: zweimal in die Sackgasse fahren. Einmal vorwärts, um rechts zu greifen. Einmal rückwärts, um auch links an die Tonnen zu kommen. Einfacher wäre es, wenn alle Behälter auf einer Seite stünden. Eine Option sei auch: Sammelpunkte vorne am Eckpunkt einzurichten, sollte der Platz an anderer Stelle fehlen.

Umstellungsprobleme erwartet der Entsorger in der Enge der Kolonie und Innenstadt. Und auch ein Blick auf die Gerichtsstraße soll verdeutlichen, dass es nur gemeinsam geht. Die ist Einbahnstraße. Parkstreifen und Greifarm liegen rechts. Tonnen, die links auf dem Bürgersteig stünden, seien für den automatischen Zugriff nicht erreichbar. Hier gehe es mitunter nicht anders, als Tonnen an diesem einen Tag in die Parkbuchten zu stellen. Eine andere Alternative scheide nun mal aus: die Gerichtstraße mit dem Seitenlader gegen die Einbahnstraße zu befahren...

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