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11,2 Millionen Euro für neue Kinderklinik

Konzept hat das Land überzeugt

Ahlen

Der Neubau der Kinderklinik am St.-Franziskus-Hospital, für den die Franziskus-Stiftung eine Landesförderung in Höhe von 11,2 Millionen Euro erhält, muss innerhalb der nächsten drei Jahre umgesetzt werden. Das bestätigte Geschäftsführerin Anja Rapos im Gespräch mit unserer Zeitung.

Von Dierk Hartleb

In die Jahre gekommen sind die Gebäude der Kinderklinik des St.-Franziskus-Hospitals, die jetzt mit Hilfe von 11,2 Millionen Euro vom Land neu gebaut und zu einem Mutter-Kind-Familienzentrum erweitert werden kann. Foto: Peter Harke

Auch fünf Tage nach der Bekanntgabe, dass das St.-Franziskus-Hospital aus dem Landesinvestitionsprogramm „Krankenhaus-Einzelförderung“ einen großen Batzen Geld erhält (wie berichtet), ist die Freude in Ahlen noch groß. „Damit können wir endlich den notwendigen Neubau der Kinderklinik angehen“, erklärt Geschäftsführerin Anja Rapos im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch überzeugt hat die Geldgeber in Düsseldorf vermutlich eher das innovative Konzept, Kinder- und Geburtsklinik räumlich zusammenzuführen.

Beantragt hatte die Franziskus-Stiftung noch mehr, wie Rapos bekennt. Aber die Summe von 11,2 Millionen Euro sei geeignet, einen großen Teil der Kosten abzudecken. Dass trotzdem noch ein Teilbetrag übrig bleiben wird, den die Stiftung aus eigener Kraft schultern muss, liegt daran, dass mit der Geburtshilfe auch die gesamte Gynäkologie in das neue Mutter-Kind-Familienzentrum umziehen wird. Dazu stehen im neuen Bettenhaus noch Flächen im Erdgeschoss zur Verfügung. Das Investitionsprogramm bezog sich aber ausdrücklich auf die Verbesserung der geburtshilflichen Versorgung und die Versorgung von Kindern und Jugendlichen.

Übernachtungsmöglichkeiten für Eltern

Mit dem geplanten Neubau, der an das neue Bettenhaus angedockt werden soll, können auch die schon seit Langem auf der Wunschliste stehenden Übernachtungsmöglichkeiten für Eltern der jungen Patientinnen und Patienten realisiert werden.

Viel Zeit für die Umsetzung der Neubauabsichten hat die Franziskus-Stiftung nicht. In den nächsten neun Monaten müssen bereits erste Planungen eingereicht werden. Als zeitlicher Rahmen stehen insgesamt drei Jahre zur Verfügung. „Das ist zwar ambitioniert, aber machbar“, ist Rapos überzeugt.

Mit dem Umzug der gesamten Geburtshilfe und Gynäkologie werden im Altbau größere Räumlichkeiten frei. „Über die weitere Verwendung haben wir noch nicht entschieden“, klärt die Geschäftsführerin auf. Trotz der gelungenen Renovierung der Geburtshilfe handele es sich um den ältesten Teil des Krankenhausgebäudes, was die Nutzungsmöglichkeiten voraussichtlich einschränke. In jedem Fall denkbar sei die Einrichtung von Besprechungsräumen. Aber darüber sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der Fokus liege zunächst auf dem Neubau und der Herrichtung der Räumlichkeiten im neuen Bettenhaus für die Frauenklinik.

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