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Abstimmung über Beteiligung an der KVB geschoben

Kooperationssache Klärschlamm

Ahlen

Die Verwertung von Klärschlamm ist mit vielen Auflagen verbunden. Um diesen gerecht zu werden, strebt die Stadt Ahlen eine Kooperation an.

Christian Wolff

Ein Blick in die Ahlener Kläranlage: Die teure Beseitigung des zurückbleibenden Klärschlamms soll durch eine Kooperation mit der Foto: Christian Wolff

Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an die Verwertung von Klärschlamm suchen sich immer mehr Kommunen Kooperationspartner. So auch die Stadt Ahlen, die eine Beteiligung an der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH (KVB) am Montagabend im Betriebsausschuss vorstellte.

Beitritts- und Kooperationsvertrag waren in einem vorgeschalteten nichtöffentlichen Teil besprochen worden. Im öffentlichen Teil wurde letztlich nicht darüber abgestimmt, da die Vorlage aufgrund Beratungsbedarfs noch einmal geschoben wurde.

Ausschuss schob die Entscheidung

Anlass für diese Handlungsoption ist die 2017 geänderte Abfallklärschlammverordnung, erklärte Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe. Die Verordnung enthält unter anderem Fristen zur Umsetzung bis 2029, die sich insbesondere auf den Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Ausbringung und auf die Phosphorrecyclingpflicht für Klärschlamm aus der kommunalen Abwasserbehandlung beziehen. „Die erheblichen Marktverwerfungen der vergangenen Jahre infolge des Inkrafttretens der Abfallklärschlammverordnung und der Düngemittelverordnung haben die große Bedeutung einer gesicherten Entsorgung zu angemessenen Preisen aufgezeigt.“ Klärschlamm bestehe zu 70 bis 80 Prozent aus Wasser. Das übrige Material werde zu einer Trockensubstanz, die verwertet werden kann.

Auf Basis einer abgestimmten Projektplanung unter den Kooperationspartnern wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen, der im Jahr 2019 die gemeinsame Gründung der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH vollzogen hat.

Langfristige wirtschaftliche Entsorgungssicherheit

Die endgültigen Mengen und damit das Beteiligungsverhältnis der Stadt Ahlen an der KVB ergibt sich erst aus den Beschlüssen aller bestehenden Gesellschafter und der Entscheidungen der interessierten Abwasserbetriebe aus dem Kreis Warendorf. Infolge der Menge ergibt sich eine Beteiligung von höchstens 2,78 Prozent. Beim Beitritt zur KVB handelt es sich um eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung an einer Verbrennungsanlage, mit denen Risiken einhergehen.

„Mit der Beteiligung der Stadt Ahlen an der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH werden die Ahlener Umweltbetriebe eine langfristig wirtschaftliche Entsorgungssicherheit für die eigenen Klärschlammmengen erreichen“, heißt es in der Vorlage. „Neben der mit hohen Umweltstandards verbundenen Klärschlammentsorgung werden auch zukünftige technische und rechtliche Entwicklungen in dem Gemeinschaftsunternehmen für alle Partner gewährleistet. Insgesamt sichert der Verbund von ausschließlich selbst abwasserbeseitigungspflichtigen Partnern in der KVB eine dauerhaft deckungsgleiche Zielsetzung für alle Gesellschafter.“

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