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Betreiber Amprion stellt Stromtrassen vor

„Korridor B“ soll über Vorhelmer Gebiet führen

Ahlen / Vorhelm

Strom von der Nordsee in Richtung Süden zu transportieren, ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben, denen sich Amprion stellt. Eine der Erdkabelverbindungen zieht sich nach aktuellen Planungen über Vorhelmer Gebiet.

-chw-

Das Foto zeigt eine andere Baustelle von Amprion, wo Rohre für Erdkabel verlegt wurden. Diese liegen etwa 1,80 Meter tief im Erdreich. Foto: Amprion

Gleich zwei mögliche Trassen der Gleichstrom-Erdkabelverbindung, die von der Nordsee ins Ruhrgebiet führen sollen, überziehen Vorhelmer Gebiet. Was Hubert Papenfort als sachkundiger Bürger bereits in der vorigen Sitzung des Ortsausschusses ansprach, steht nun konkret auf der Tagesordnung des Gremiums, das sich am kommenden Montag, 29. August, im Clubheim der TuS Westfalia trifft.

Die Planungen der Firma Amprion sehen vor, dass ein Verknüpfungspunkt in Hamm-Rhynern geplant ist. Inzwischen wurden verschiedene potenzielle Trassenkorridore untersucht, heißt es in der Vorlage der Stadtverwaltung. Der dabei favorisierte „Vorschlagskorridor B“ ist ein etwa 1000 Meter breiter Streifen, welcher zur Bestimmung des Leitungsverlaufes im nächsten Schritt noch einmal detailliert analysiert werden soll. „Auf Ahlener Stadtgebiet verläuft der kürzlich bekanntgegebene Vorschlagskorridor aus Sendenhorst kommend südwestlich von Tönnishäuschen, Vorhelm und Vorhelm-Bahnhof sowie östlich der Kernstadt in Richtung Hamm“, so die Sachverhaltsbeschreibun. „Da der konkrete Verlauf der Stromtrasse noch nicht bekannt ist, lassen sich Fragen zu den Auswirkungen auf die Bereiche Vorhelm und Tönnishäuschen nur allgemein beantworten.“

Trassenführung für die Stromverbindungen zwischen Ahlen und Hamm. Foto: Amprion

Die Erdkabel werden in einer Tiefe von etwa zwei Metern verlegt und dürfen grundsätzlich nicht überbaut oder mit tiefwurzelnder Vegetation überpflanzt werden. Sofern die Erdkabel unter landwirtschaftlich genutzten Flächen verlaufen, kann die landwirtschaftliche Nutzung nach der Bauphase wieder aufgenommen werden. Untersuchungen von Amprion zeigen, dass es oberhalb der Erdkabel zu keinen Ertragssteigerungen oder -einbußen kommt. Da zu der Erdkabeltrasse keine Mindestabstände eingehalten werden müssen, können neue Baugebiete direkt bis an die Trasse herangeplant werden.

Infostand auf dem Marienplatz

In den kommenden Monaten finden verschiedene Beteiligungsformate für die betroffenen Kommunen sowie die Bürgerschaft statt. Am 5. September wird Amprion von 10 bis 12 Uhr auf dem Ahlener Marienplatz einen Infostand aufbauen. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass Amprion das Projekt in einer der kommenden Sitzungen des Stadtplanungs- und Bauausschusses vorstellt. Nach dem Planfeststellungsverfahren und der Umsetzung der Baumaßnahmen ist eine Inbetriebnahme der Stromtrasse für 2030 geplant, teilt die Stadtverwaltung mit.

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