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„Brücke der Hilfe

Krankenwagen gespendet

Ahlen

Nach der Spende von Mund-Nasen-Schutz sowie weiteren Hygieneartikeln wie Schutzanzügen und Desinfektionsmitteln schickt Almir Mehovic jetzt einen Krankenwagen in seine alte Heimat.

Christian Wolff

Einige seiner Landsleute, die in Ahlen leben, unterstützen die Hilfsaktion von Almir Mehovic (l.). Der von ihm gestiftete Krankenwagen macht sich in Kürze auf den Weg nach Serbien, wo er unter anderem für eine Behinderteneinrichtung eingesetzt wird. Foto: Christian Wolff

Die „Brücke der Hilfe“, die der Ahlener Almir Mehovic vor wenigen Wochen ins Leben gerufen hat, wird immer fester. Aufgeschreckt durch die dramatische Corona-Entwicklung in Serbien und Montenegro, war es dem 39-Jährigen ein Herzensanliegen, seine alte Heimat zu unterstützen, wo viele seiner Familienmitglieder zu Hause sind.

Nach der üppigen Spende von Mund-Nasen-Schutz sowie weiteren Hygieneartikeln wie Schutzanzügen und Desinfektionsmitteln mit Unterstützung durch die Stadt Ahlen und das Medical Order Center (wir berichteten) setzte Mehovic nun sein Versprechen in die Tat um, einen Krankenwagen zu stiften.

Almir Mehovic

„Er wird in den nächsten Tagen auf die Reise gehen“, kündigt der Geschäftsführer von „Haus Harmonie“ an der Südstraße an. „In Deutschland werden solche Fahrzeuge nach einer gewissen Laufzeit ausgemustert. Aber meistens sind sie dann noch so gut in Schuss, dass sie im Ausland, vor allem in Krisengebieten, noch wertvolle Dienste leisten können.“ Voraussichtlich wird der ehemalige Rot-Kreuz-Wagen künftig für eine Einrichtung für körperlich und geistig behinderte Menschen in Serbien eingesetzt.

Der wohltätige Geschäftsmann hofft, dass seine „Brücke der Hilfe“ auch in den kommenden Monaten fortbesteht. „Zum Glück sind die Infektionszahlen in Serbien und Montenegro im Moment nicht ganz so dramatisch wie noch vor kurzem, als wir gestartet sind. Aber das ist natürlich immer nur eine Momentaufnahme“, weiß er und hofft, dass die aktuelle Entspannung anhält.

Die zuletzt steigenden Infektionszahlen nahm kürzlich auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger zum Anlass, um auf die nach wie vor bestehende Gefahr vor Ort hinzuweisen: „Wir sind bislang gut durchgekommen.“ Es zeige sich aber, dass die Corona-Zeit noch lange nicht vorbei ist. „Wir müssen weiterhin so diszipliniert und sorgfältig sein wie bislang. Einen möglichen dritten Lockdown sollten wir unbedingt verhindern.“

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