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Heiligabend auf der Polizeiwache

Landrat muss feststellen: „Der Ton wird ruppiger“

Ahlen

Die Statistiken sind noch nicht vollends ausgewertet, aber erste Tendenzen sind sichtbar. Das berichteten Landrat Dr. Olaf Gericke und Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider an Heiligabend.

Von Christian Wolff

Heiligabendbesuch an der Wache mit kleinen Aufmerksamkeiten: Polizeihauptkommissar Martin Entrop, Polizeikommissarin Mara Berges, Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider, Polizeihauptkommissarin Janin Knospe, Erster Polizeihauptkommissar Dieter Wienker, Landrat Dr. Olaf Gericke, Polizeihauptkommissar Bernd Kaupmann und Polizeihauptkommissar Volker Rump (v.l.). Foto: Christian Wolff

Ein zweites Jahr unter Pandemiebedingungen – das schlägt sich inzwischen auch auf den Gemütszustand vieler Bürger nieder. Davon gekennzeichnet sind auch viele Einsätze der Polizei in Ahlen, wie beim traditionellen Heiligabendbesuch des Landrates deutlich wurde.

„Der Ton wird ruppiger. Das lässt sich klar aus den Rückmeldungen schließen, die wir von den Einsatzkräften bekommen“, sagte Dr. Olaf Gericke im Gespräch mit den Diensthabenden, das diesmal nicht an runder Tafel, sondern draußen vor der Wache am Südberg stattfand – ebenfalls eine Corona-Folge. Um niemanden unnötig zu gefährden, hatte auch Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider auf die liebgewonnene Tasse Tee oder Kaffee im Inneren des Gebäudes verzichtet. Was aber nicht fehlen durfte, waren die Weihnachtstüten mit kleinen Aufmerksamkeiten für diejenigen, die diesen besonderen Tag nicht bei ihrer Familie verbringen konnten.

Kriminalität glücklicherweise rückläufig

Dafür gab es auch einige gute Nachrichten, wobei die endgültige Statistikauswertung wie immer erst im neuen Jahr erfolgt. So sei die Kriminalität kreisweit rückläufig, wie Andrea Mersch-Schneider berichtete. „Es gibt weniger Wohnungseinbrüche, auch weniger Sachbeschädigungen und weniger Körperverletzungsdelikte.“ Zugenommen habe hingegen die Zahl der Betrugsfälle, vor allem per Telefon und Internet. Schockanrufe und Enkeltrick – zwei Schlagworte, die auch in Ahlen jüngst für Schlagzeilen sorgten.

„Die Zahl der Verkehrsunfälle ist leicht gestiegen, bleibt aber noch immer unter dem Niveau von 2018“, so Mersch-Schneider. Während der Lockdownphasen habe es signifikant weniger Fahrzeugbewegungen gegeben, mit den Öffnungen seien dann die Schadensmeldungen wieder angestiegen. Allerdings mache es sich auch bemerkbar, dass viele Unternehmen weiterhin auf Homeoffice setzen und dadurch Fahrten vermeiden.

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