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Hitze trocknet Flussläufe aus

Langsam wird‘s kritisch: Pegelstände auf Niedrigniveau

Ahlen

Auch wenn es zwischendurch ein paar Gewitterregen gab, so sind die Pegelstände in den Bächen und Flüssen auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Olfe wirkte in diesen Tagen nahezu ausgetrocknet.

Von Christian Wolff

Das war einmal die Olfe: Durch die lange Hitzeperiode ist ihr Bett an vielen Stellen so gut wie ausgetrocknet. Foto: privat

Tagelange Hitze. Das schlägt nicht nur vielen aufs Gemüt und sorgt für unruhigen Schlaf. Das stresst auch die Natur. Die Flüsse in und um Ahlen führen nur noch wenig Wasser, kleinere Bäche wie die Olfe wirken an vielen Stellen schon ausgetrocknet.

Noch kein Fischsterben bekannt

„Die Werse liegt derzeit an unserer Messstelle bei sechs Zentimetern“, sagt Kreissprecher Felix Höltmann auf Anfrage unserer Zeitung. „Das ist für die Tiere noch nicht problematisch, aber in Teichen und Seen könnte das zum Problem werden.“ In den vergangenen Jahren habe es gehäuft solche Fälle gegeben.

„Die niedrigen Wasserstände in der Werse – wir befinden uns dabei unter der Marke ,Mittleres Niedrigwasser‘ – sind einzig den unzureichenden Niederschlägen geschuldet“, erläutert Höltmann unserer Zeitung. „Vor allem der seit langer Zeit ausgebliebene Landregen über viele Stunden ist problematisch.“ Vereinzelte Gewitter hätten da kaum ausgereicht und wirkten insgesamt eher wie der „Tropfen auf den heißen Stein“. Bisher seien der Unteren Wasserbehörde allerdings kein Fischsterben oder sonstige Umweltschädigungen gemeldet oder durch eigene Mitarbeiter festgestellt worden. Doch die Hitzewelle dauere ja auch noch an.

Renaturierte Werse in Ahlen – im Moment nur noch ein Rinnsal. Foto: Christian Wolff

In vielen Städten werden die Bürger aktuell aufgefordert, größere Rasenflächen nur noch punktuell zu sprengen – mit Bohrlochwasser. Die Entnahme von Wasser aus Flüssen, zum Beispiel für die Kleingartenbewirtschaftung, ist ohnehin allerorts tabu. Zum Blumengießen im Innen- und Außenbereich nutzten ohnehin die meisten Gartenbesitzer inzwischen Regentonnen und nicht mehr das wertvolle Leitungswasser.

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