Overbergschule

Lebensentwurf wie ein gelungener Kuchen

Ahlen

Mit einem bunten Mix aus Musik, Erinnerungen und feierlichen, aber auch besinnlichen Momenten entließ die Overbergschule am Freitag ihre Entlassschülerinnen und -schüler erstmalig wieder in Eigenregie. Die Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs unter Federführung der Klassenlehrerinnen hatten es sich zur „Ehrensache“ gemacht, ihren Mitschülerinnen und -schülern eine würdige Entlassfeier auszurichten.

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Auf sie wartet nun der nächste Lebensabschnitt: Am Freitag verabschiedete die Overbergschule den zehnten Jahrgang. Alle Schülerinnen und Schüler wissen bereits, wie es für sie nach den Ferien weitergeht. Foto: Overbergschule

Zunächst ging es in guter Tradition in die Bartholomäuskirche, wo der gemeinsam gestaltete Gottesdienst von Schülerinnen und Schülern mit Pfarrer Dr. Kaulig ganz im Zeichen der Zutaten zu einem gelungen Lebensentwurf stand. Unter dem Motto „Gugelhupf – Zeichen unseres Lebens“ entwickelten die Mädchen und Jungen symbolhaft an den Zutaten eines gelungene Kuchens die Zutaten für ihren persönlichen Lebensentwurf.

Nach dem anschließenden Fototermin versammelten sich Eltern und Gäste mit den Jugendlichen im Forum der Overbergschule und wurden von Konrektorin Schlarmann begrüßt. Vize-Bürgermeister Karl-Heinz Meiwes machte in seiner schülerorientierten Art angesichts der Vielfalt, der fröhlichen Stimmung und des großartigen Miteinanders an der Overbergschule Mut, einzutreten für Toleranz und Solidarität. Die Elternpflegschaftsvorsitzende sprach den Jugendlichen aus dem Herzen, als sie ihnen humorvoll die Befreiung von den „Paukern“ in Aussicht stellte.

Überzeugend auch der Vortrag des Schülersprechers Altan Mithat Öztürk: Er schilderte eine großartige Zeit an der Overbergschule, bedankte sich bei jeder Mitschülerin und jedem Mitschüler auf humorvolle Art und hob besonders die Rolle der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer hervor, die ihm auch persönlich in schweren Zeiten oftmals der rettende Anker gewesen seien.

In seiner Abschlussansprache betonte Schulleiter Matthias Resch die einzigartigen Traditionen der Overbergschule: Courage, Schule ohne Rassismus, Schule der Vielfalt und der Toleranz. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse, dem unsäglichen Terror rechter und ewiggestriger Randgruppen dürften Demokraten nicht still bleiben. Er bat die Jugendlichen weiterzugehen auf ihrem Weg der Einmischung und Positionierung, wie sie es eindrucksvoll auf der von ihnen selbst organisierten Menschenkette für die Einhaltung der Menschenrechte bewiesen haben. Gemeinsam gegen Gewalt und Intoleranz, gegen Rassismus und für eine friedvolle solidarische Gesellschaft einzutreten, das kennzeichne diesen Entlassjahrgang ganz besonders. Dafür dankte Resch den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrerinnen und Lehrern ganz besonders.

Eingerahmt wurde das Programm von ganz viel Musik. So präsentierte sich die Schülerband unter der Leitung von Arnd Worbis erstmalig einem größeren Publikum mit den Klassikern „Seven Nations Army“ sowie dem Oldie „Country Roads“, die das Publikum mit stehenden Ovationen belohnte. Überraschungsgäste waren dann die Mitglieder der frisch gegründeten Lehrerband: Hausmeister Uwe Krauskopf an der Bassgitarre, Matthias Resch am Schlagzeug, Marco Arnd am Saxofon, Michael Nonhoff am Klavier und Arnd Worbis an der Gitarre präsentierten gemeinsam mit dem Schulchor drei Songs.

Alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs zehn verlassen die Overbergschule mit einem Schulabschluss, 23 davon mit Fachoberschulreife und davon wiederum 14 mit Qualifikation zum Besuch der gymnasiale Oberstufe. Bereits 21 Schülerinnen und Schüler verfügen über abgeschlossene Berufsausbildungsverträge. Alle anderen gehen auf weiterführende Berufsfachschulen, um sich weiter zu qualifizieren.

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