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Radfahrer macht grausame Entdeckung

Opfer eines Gewaltverbrechen: Leiche ist wohl eine bisher vermisste 17-Jährige

Hamm

Eine grausame Entdeckung machte ein Fahrradfahrer bei Hamm am Freitagmorgen - er fand eine weibliche Leiche in einem Naturschutzgebiet. Eine Obduktion ergab, dass die Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Es soll sich um eine vermisste Jugendliche handeln.

-sat/mala/dpa-

In einem Naturschutzgebiet bei Hamm ist am Freitagmorgen die Leiche einer Frau gefunden worden. Foto: Markus Wüllner/dpa

Leichenfund nahe dem Datteln-Hamm-Kanal: In den frühen Morgenstunden am Freitag (24.6.) entdeckte ein Radfahrer um 5.30 Uhr im Naturschutzgebiet Am Tibaum in Sandbochum eine weibliche Leiche. Der Leichnam habe zu dem Zeitpunkt gebrannt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch deren Tod feststellen.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, auch eine Drohne kam zum Einsatz. Nach Feuerwehr und Kripo wurde eine Mordkommission aus Dortmund eingeschaltet und der Fall an die Staatsanwaltschaft Dortmund übergeben.

Fundort ist nicht der Tatort

Wie der zuständige Staatsanwalt in Dortmund, Henner Kruse, im Laufe des Freitags auf Anfrage mitteilte, habe die kurzfristig anberaumte Obduktion ergeben, dass die Frau nach bisherigen Erkenntnissen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Das Feuer sei aber nicht die Todesursache, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. „Wir gehen davon aus, dass sie schon mehrere Tage tot war und der Leichnam nur dort verbrannt wurde, um Spuren zu beseitigen“, sagte er.

Bei der Frauenleiche handelt es sich nach aktuellem Ermittlungsstand um eine vermisste 17-Jährige. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagabend gemeinsam mit. Die junge Frau aus dem Märkischen Kreis war demnach seit Dienstag vergangener Woche (14. Juni) verschwunden. Näheres müssten aber die weiteren Ermittlungen ergeben. Da wegen des Wohnorts der Vermissten eine andere Staatsanwaltschaft zuständig sei, werde diese auch die weiteren Ermittlungen übernehmen und Auskünfte erteilen.

Die Todesursache ist noch ungeklärt.

Die Spurensicherung ist nach dem Leichenfund im Naturschutzgebiet aktiv. Foto: Max Lametz
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