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„Ein Funken Hoffnung“: Lichterfahrt der Vorhelmer Landwirte

Logenplätze unterm Sonnenschirm

Vorhelm

Auch die Vorhelmer Landwirte veranstalteten wieder eine Lichterfahrt mit weihnachtlich dekorierten Traktoren. Dabei bekamen sie Unterstützung aus Westkirchen, Ostenfelde und Herzberg.

Von Ralf Steinhorst

Besonders kunstvoll und weihnachtlich wurde es am Ende des Korsos mit diesem Trecker, der eine ganze Weihnachtspyramide aufgeladen hatte. Mit dabei waren auch wieder Rentiere und Schneemänner. Foto: Ralf Steinhorst

Es leuchtete wieder weihnachtlich in Vorhelms Straßen am Sonntag – vom Ortsteil Bahnhof bis nach Tönnishäuschen. Der Grund war allerdings ein ernster, auch wenn die Menschen an den Straßenrändern an der Trecker-Lichterfahrt viel Freude hatten. Die Landwirte wollten auch mit ihrer zweiten Aktion „Ein Funken Hoffnung“ auf ihre Situation aufmerksam machen.

Nur Vorhelmer Landwirte? Das stimmte am Sonntagabend nicht so ganz. „Wir haben uns gegen 14 Uhr noch überlegt, dazuzukommen“, verriet Hendrik Schürmann aus Westkirchen, der mit Kollegen aus Herzfeld und Ostenfelde rüber gefahren war. Schließlich sei die Teilnahme an der Lichterfahrt in Neubeckum schon sehr schön gewesen und die Trecker waren eh noch festlich dekoriert.

Lichterketten in allen Farben

Die Dekorationen ließen auch in diesem Jahr keine Wünsche offen, es grüßten unter anderem wieder leuchtende Schneemänner und Rentiere. Lichterketten gab es in allen Farben und wer glaubte, ein Motorrad sei für eine solche Aktion doch zu klein, der wurde eines Besseren belehrt.

Das nieselige Wetter schreckte niemanden ab, an der Haarbachstraße fand die Nachbarschaft ihr eigenes Rezept zum Zuschauen: Stehtisch und Sonnenschirm raus, Glühwein auf den Tisch und fertig war der geschützte Logenplatz am Straßenrand.

Glühwein gab es auch auf dem Dorfplatz, die Interessengemeinschaft der Vorhelmer Vereine (IGVVV) hatten einen Glühwein- und Kinderpunschstand aufgestellt, an dem das Pöggsken persönlich – im Kostüm steckte Leni Keil – kostenlos oder gegen Spende die heißen Getränke über die Theke ausgab.

Lenis Vater Guido Keil, Vorsitzender der IGVVV, verriet auch den Grund der Aktion: „Seit zwei Jahren liegt das Vereinsleben im Dorf brach, wir wollen zeigen, dass wir noch da sind.“

Der Stand war als Dankeschön für alle Ehrenamtlichen in den Vereinen und für die Dorfbewohnerinnen und -bewohner gedacht: „Denn nur so funktioniert ein Dorf.“ Das Angebot wurde dankbar angenommen, am Ende waren die Vorräte aufgebraucht.

Applaus am Straßenrand

Auf den Straßen machten die Landwirte mit über 60 Treckern auf sich aufmerksam. Wofür sie viel Applaus von den Straßenrändern bekamen, auch gewunken wurde vielfach. Eine Wohlfühlaktion für alle. Die Landwirte wollten in der tristen Zeit einen Funken Hoffnung verstreuen, hofften aber auch auf Wertschätzung aus der Bevölkerung. Diese könne, so die Landwirte, mit dem Kauf der einheimischen Produkte die Bauern unterstützen.

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