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Bauernfrühstück der Verwaltung

Löschteiche teilweise ersetzen

Ahlen

Landwirte und Verwaltungsvertreter haben sich über aktuelle Themen ausgetauscht. Mit gemischten Gefühlen nahmen die Landwirte zur Kenntnis, dass die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Ahlen ungebrochen sei.

In Hermann Stratmanns Hofladen bekamen Vertreter von Stadt und Landwirtschaft einen Eindruck, wie gut Frisches vom Erzeuger schmeckt. Foto: Stadt Ahlen

Ein wesentlicher Zuerwerb für landwirtschaftliche Betriebe ist die Direktvermarktung. Einen guten Eindruck von dieser Entwicklung bekamen Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Vertreter von Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung beim jährlichen Spitzentreffen („Bauernfrühstück“) mit den Ahlener Ortsverbandsvorsitzenden sowie dem Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Warendorf.

In Gemmerich trat die Runde bei Landwirt Hermann Stratmann zusammen, der an der Lambertistraße neben seinem Betrieb auch einen Hofladen führt. „Wir haben einen Selbstbedienungsladen, der sehr gut angenommen wird“, freut sich Hermann Stratmann über die Resonanz. In Zeiten, in denen die Verbraucher genau wissen wollen, woher ihre Lebensmittel stammen, haben Hofläden laut Mitteilung der Stadt Konjunktur.

Kostproben aus dem Hofladen

Bei Kostproben aus dem Hofladen erörterten Stadtverwaltung und Landwirte aktuelle Fragen, nachdem sich mit Stadtbaurat Thomas Köpp und Umweltbetriebsleiter Michael Morch „die Neuen“ aufseiten der Stadt vorgestellt hatten.

Gut bewerteten beide Parteien die Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Löschteiche, für deren Unterhalt die Stadt verantwortlich ist. 21 Teiche sind zurzeit im Bestand. Um ihre Tauglichkeit jederzeit zu gewährleisten und sie gegen Verlandung zu sichern, müssen die Teiche regelmäßig gepflegt werden. Mit Blick auf diesen hohen Pflegeaufwand wollen Stadt und Landwirte prüfen, ob aus Landesmitteln alternative Methoden wie mobile Komponenten oder Zisternen finanziert werden können, um die Teiche partiell zu ersetzen. Im Bauerschaftsbeirat soll vertiefend zur Sprache kommen, wie sich angesichts zunehmender Trockenheit die Wasserversorgung im Außenbereich generell verbessern lässt.

Neue Gewerbegebiete

Mit gemischten Gefühlen nahmen die Landwirte zur Kenntnis, dass die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Ahlen ungebrochen sei. „Wenn landwirtschaftliche Flächen verschwinden, kann uns das nicht gleichgültig sein“, so WLV-Kreisgeschäftsführer Dr. Matthias Quas. Wichtig sei es, dass neue Gewerbegebiete optimal ausgenutzt werden und ein Maximum an zusätzlichen Arbeitsplätzen generieren. Stadtverwaltung und Bauernvertreter vereinbarten, sich über den Planungsstand für eine unterirdische „Stromautobahn“, die voraussichtlich das Kreis- und Stadtgebiet berühren wird, eng auszutauschen. Fortgesetzt werden soll die Abstimmung über den Wirtschaftswegebau, bei dem Priorisierungen der Landwirtschaft Berücksichtigung finden.

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