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Beratungsbedarf – und weiter im Hauptausschuss

Marktgastro: Noch kein Votum

Ahlen

Ist der Sommer vorbei, bevor auf der Marktmitte die ersten Gäste bedient werden? Zumindest lässt eine Entscheidung zur Gastronomie auf der gepflasterten „Insel“ weiter auf sich waren.

Von Christian Wolffund

Bewirtung in der guten Stube der Stadt: Was derzeit am Rande des Marktplatzes an gleich mehreren Stellen möglich ist, soll baldmöglichst auch auf der Mittelinsel Standard sein. Foto: Christian Wolff

Bis auf der Mittelzunge des Marktplatzes Tische, Stühle und Schirme stehen, bis Ahlener und Auswärtige in der „guten Stube“ auch im Zentrum statt nur am Rand bedient werden, wird es wohl noch einige Wochen dauern. Noch immer zeichnet sich keine klare Tendenz ab.

Im Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen, Digitalisierung und Anregungen stand das Thema Marktgastronomie zwar gleich doppelt – im öffentlichen wie im nichtöffentlichen Teil – auf der Tagesordnung, doch eine Entscheidung ist noch nicht gefällt. Das Thema wurde an den Hauptausschuss weitergegeben.

CDU und SPD wollten nur beraten, nicht abstimmen. Zu viele Detailfragen und Bedingungen seien noch zu klären, hieß es aus den Fraktionen. Die BMA hielt, so Martin de Kunder, eine engere Einbindung der Wochenmarktbeschicker und eine Betreiberpflicht für geboten. Bernhard Meiwes (SPD) hielt es für wichtig, dass Menschen, die auf den öffentlichen Sitzgelegenheiten der Mittelzunge Ruhe suchen, sich nicht genötigt fühlen, etwas zu verzehren.

Marciniak: „Beschließen nur die Rahmenbedingungen“

Es ginge auch nicht um eine Entscheidung für einen Betreiber. „Wir beschließen nur die Rahmenbedingungen“, stellte Ausschussvorsitzender Ralf Marciniak klar.

Wie unsere Zeitung erfuhr, liegen der Verwaltung derzeit zwei Konzepte vor, zum Teil bereits seit mehr als drei Monaten – eines von einem einzelnen Gastronomen, das andere von einem Zusammenschluss mehrerer Interessierter, darunter nicht nur ansässige Wirte.

Bereits in einem Vorentwurf des Architekten-Wettbewerbs zur Neugestaltung des Marktplatzes war eine gastronomische Nutzung der Mittelinsel angedeutet worden. Das Beurteilungsgremium hatte in seiner Empfehlung unter anderem beschlossen: „Ein gastronomisches Angebot auf der Mittelinsel ist zugunsten eines konsumfreien Angebots zu überarbeiten.“ Um sicherzustellen, dass die Gastro-Nutzung auch diesen Zielen entspricht, sei es laut Stadtverwaltung erforderlich, die Marktgastronomie für einen längeren Zeitraum zu vergeben. Dabei soll beachtet werden, dass die Mittelinsel und das dortige Stadtmodell weiterhin für Bürger und Gäste frei zugänglich bleibt.

Nach einer Vergabe ist die Erteilung von Genehmigungen erforderlich. Darin werden dann auch Details der Nutzung wie Betriebszeiten, Ausnahmen und Einschränkungen an Markttagen geregelt.

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