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Es fehlt was in der Fußgängerzone

Mehr Atmosphäre im adventlichen Ahlen

Ahlen

Ahlens City im Advent: ohne Tannen und Hütten. Atmosphärisch hätte mehr gehen können...

Ulrich Gösmann

Ahlens Fußgängerzone am Samstag gegen 17 Uhr. Die Zahl der Passanten läuft synchron mit den noch geöffneten Geschäften. Foto: Gösmann

Die Ahlener Fußgängerzone hat es in diesem Advent schwer, Stimmung zu verbreiten. Was ihr fehlt, zeigt zur gleichen Zeit ihre große Schwester in Hamm.

Tannenbäume mit Lichterketten und roten Schleifen, auf Abstand zwischen dichtem Grün Hütten mit Holzschnitzereien und anderen stimmungsbringenden Nettigkeiten. Warum nicht auch in Ahlen?

Jörg Hakenesch, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ahlen (WFG), fängt bei den Tannenbäumen an: „Vor drei Jahren hatten wir 60 aufgestellt.“ Mit nur kurzer Freude. „Am ersten Tag war schon die erste Deko verschwunden, am dritten Tag fehlten die ersten Bäume.“ Und ein Wochenende weiter zeigten sich Tannen nach nächtlichen Zugriffen umgeknickt. „Wir haben uns daraufhin entschieden: Wir gehen in die Höhe.“ In diesem Advent seien sogar zusätzliche Lichtelemente installiert worden.

Jörg Hakenesch

Stichwort Holzhütten, in Hamm machbar: „Wir hatten den Beschickern des abgesagten Ahlener Advents angeboten, in die Fußgängerzone zu gehen“, sagt Hakenesch. Die Reaktion: „Nicht so große Lust.“ Weil, wer alleine stehe, nicht von dem Mitnahmeeffekt der Nachbarstände profitiere.

Blick nach Hamm: Tannenbäume im Glanz von Lichterketten und Schleifen. Und mit Abstand: vorweihnachtliche Verkaufshütten. Foto: Ulrich Gösmann

An den ersten beiden Adventssamstagen hat Jörg Hakenesch eine gut belebte Innenstadt erlebt. Gespräche mit einigen Händlern hätten jedoch gezeigt, dass es in den Geschäften ruhiger gewesen sei. „Rein und wieder raus“, sei mit Maske und Abstand das aktuelle Verhalten, fokussiert auf den reinen Einkaufsprozess.

Einheitliche Schlusszeiten an den Adventssamstagen um 18 Uhr wären auch der Wunsch des WFG-Chefs gewesen. Doch das sei unternehmerische Entscheidung. „Zwischendurch einen Kaffee trinken. Über den Weihnachtsmarkt schlendern. All das fehlt in diesem Jahr, um länger zu bleiben.“

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