Parksauna meldet sich zurück

Mehr Platz beim Schwitzen

Ahlen

Nach siebeneinhalb Monaten meldet sich am 14. Juni die Parksauna aus dem Lockdown zurück, allerdings mit reduziertem Angebot. Aufgüsse sind zunächst nicht möglich.

Von Peter Harke

Thomas Schliewe und Uwe Friedrichs von der Bädergesellschaft Ahlen (v.l.) freuen sich auf die Wiedereröffnung der Parksauna am kommenden Montag, wenn auch mit begrenzter Besucherzahl. Foto: Peter Harke

Ahlen„Den Gärtner hätte ich bei mir zu Hause auch gerne“, bemerkt Uwe Friedrichs, Prokurist der Bädergesellschaft Ahlen, anerkennend beim Rundgang durch den Außenbereich der Parksauna an der Dolberger Straße. Die Anlage macht einen topgepflegten Eindruck. Die Vegetation rund um den Teich steht nach einem regenreichen Mai voll im Saft, es grünt und blüht, dass es eine wahre Pracht ist. „Wer keinen eigenen Garten hat, kann hier auch wunderbar entspannen“, findet Friedrichs es schade, dass viele Ahlener dieses kleine Paradies noch gar nicht kennen. Spontan kommt ihm eine Idee: „Vielleicht bieten wir mal botanische Führungen an.“

Saunagänge schmerzlich vermisst

Doch natürlich kommen die meisten Gäste in erster Linie zum gemeinschaftlichen Schwitzen – ein Vergnügen, das nicht jedermanns Sache ist, das viele eingefleischte Saunagänger aber in den zurückliegenden siebeneinhalb Monaten seit der Schließung am 2. November 2020 schmerzlich vermisst haben. Diese lange Durststrecke endet nun, am kommenden Montag (14. Juni) meldet sich die Parksauna zurück aus dem Lockdown. Auch wenn der Neustart noch mit einigen coronabedingten Einschränkungen verbunden ist, sind Uwe Friedrichs und Betriebsleiter Thomas Schliewe „froh, dass es wieder losgeht“.

Schliewes Leute, nicht nur der Gärtner, haben in den letzten Tagen alles auf Vordermann gebracht, gründlich gereinigt und desinfiziert. Rechtzeitig werden auch die Öfen auf Betriebstemperatur sein – mit zwei Ausnahmen. Aromasauna und Salzgrotte bleiben vorerst vom Netz, weil mit maximal 55 Grad zu „kalt“. Das sei den Hygienebestimmungen geschuldet, erklärt Thomas Schliewe. Aus demselben Grund könnten auch Aufgüsse noch nicht wieder angeboten werden, „so leid uns das tut“. Und je nach Größe der Sauna darf sich immer nur eine bestimmte Anzahl von Personen darin aufhalten, in der Erdsauna, mit ei­ner Lufttemperatur von 110 Grad Celsius der absolute Hotspot, zum Beispiel nur vier.

Eintritt maximal sechs Personen – solche Regeln müssen noch eingehalten werden. Foto: Peter Harke

Den Mindestabstand von 1,5 Metern zuein­ander einzuhalten, dürfte den Besuchern also nicht schwerfallen, zumal insgesamt nur 30 gleichzeitig eingelassen werden. In normalen Zeiten sind es 80. „Wir versuchen es erst mal ohne Voranmeldung“, sagt Schliewe, „ar­beiten aber im Hintergrund schon an einem Ticketsystem, um zukünftig auch eine Online-Reservierungsmöglichkeit zu schaffen.“

Reduziert sind bis auf Weiteres auch die Öffnungszeiten. Sie gelten wie folgt: montags bis samstags von 14 bis 22 Uhr, sonntags von 12 bis 20 Uhr. „Die Eintrittspreise“, hebt Uwe Friedrichs noch hervor, „bleiben unverändert.“

Zutritt nur genesen, getestet oder geimpft

Zutritt erhält nur, wer ei­nen negativen Antigen-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) vorweisen kann, beziehungsweise entweder vollständig geimpft oder genesen ist. Die Kontaktdaten werden per Luca-App oder in Papierform aufgenommen. Vom Eingangsbereich bis in die Umkleiden gilt Maskenpflicht, in den Saunaräumen nicht. Da das an­gren­zen­de Parkbad und dessen Bistro während der Freibadsaison geschlossen sind, bekommt jeder Gast ei­nen Liter Mineralwasser kostenlos.

Trotz einiger unvermeidlicher Restriktionen sieht Thomas Schliewe doch in der Wiedereröffnung einen ersten Schritt auf dem Weg zurück zur Normalität und ein „positives Signal“. Vor Corona habe sich die Parksauna, die nach ihrer Inbetriebnahme 2013 sukzessive erweitert und modernisiert wurde, zu ei­nem „Aushängeschild für Ahlen“ entwickelt, stellt Uwe Friedrichs fest. Mit über 20 000 Besuchern sei 2019 das bisher erfolgreichste Jahr gewesen. „Dahin“, so der kaufmännische Leiter der Bädergesellschaft, „müssen wir uns langsam wieder vortasten.“

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