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Gefahrenkarte für Hochwasserschutz

Mindestens 35 Rückhaltebecken fehlen noch im Stadtgebiet

Ahlen

Einen kurzen Sachstandsbericht zum Thema Hochwasserschutz gab‘s jetzt im städtischen Betriebsausschuss. Sicher ist: Es muss noch einiges getan werden.

-chw-

Starkregenereignisse, die neben Feldern und Straßen auch Häuser überfl Foto: Christian Wolff

Die Bilder aus diesem Sommer sind noch sehr präsent: Opfer und Schäden in den Hochwassergebieten Deutschlands lassen auch dort, wo die Pegel niedrig blieben, die Sorgen wachsen, wo und wie effektive Schutzmaßnahmen möglich sind.

Ahlen ist da bereits sehr zielorientiert, was auch mit den Folgen des Werse-Hochwassers von 2001 zusammenhängt. Aber: „Es sind noch mindestens 35 weitere Regenrückhaltebecken nötig“, sagte Bernd Ding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, am Montagabend im Betriebsausschuss in seinem Sachstandsbericht zum Hochwasserschutz. „Wir sind gerade dabei eine sogenannte Hochwassergefahrenkarte zu erstellen. Angefangen haben wir in Dolberg.“ Doch mit der Kartierung sei es selbstverständlich nicht damit getan. Man müsse die richtigen Schlüsse daraus ziehen, „diese Karte leben“. Dreh- und Angelpunkt dabei sei die Bauleitplanung. „Da müssen wir an vielen Schrauben drehen“, so Döding mit Verweis auf weitere Zuständigkeiten innerhalb von Stadtverwaltung und Politik.

Kurze Reportage vorgeführt

In einem kurzen Reportagefilmbeitrag der Deutschen Rückversicherung, der dem Ausschuss vorgeführt wurde, erläuterte eine Fachfrau die Prämissen. Den eigenen Sachstandsbericht hielt der Umweltbetriebsleiter nach nahezu dreistündiger Sitzung bewusst kurz, bot dem Gremium aber an, seine ausführliche Berichterstattung dem nächsten Protokoll beizufügen.

Dieter Bröer (Grüne) lobte das, was bereits getan wurde, um schwere Folgen von Starkregenereignissen zu verhindern oder zumindest abzumildern. „Wir wissen alle, dass wir einfach weniger Flächen versiegeln dürfen“, sagte er. Das Thema wird die Politik in den kommenden Jahren zweifellos noch weiter beschäftigen.

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