Auf Testfahrt erster Streueinsatz

Mit 150 Tonnen Restsalz in den nächsten Winter

Ahlen

Ahlens Winterdienst nimmt 150 Tonnen Restsalz mit in die neue Saison. Diesmal soll alles raus. Schließlich geht‘s im nächsten Jahr rüber zum neuen Betriebshof. Den Umzug dann bitte gerne ohne Salz...

Ulrich Gösmann

Startklar: Die angemieteten Kleinstreuer fallen diesmal etwas größer aus. Ihre Motoren sind leistungsfähiger, ihre Salzbehälter nehmen mehr Streugut mit auf die Tour. Foto: Ulrich Gösmann

Autoscheiben in Ahlen vereist, im landesweiten Verkehrsfunk die ersten Glatteisunfälle: Für den Winterdienst scheint am frühen Donnerstag die Zeit gekommen. In Ahlen rücken die Einsatzfahrzeuge kurz nach drei Uhr am dritten Tag in Folge aus. Für den Testlauf. Und eine erste Streueinheit an Vehrings Mühle, weil‘s dort am Wasserlauf gefährlich glatt ist.

Wie sieht‘s aus mit Baustellen und Engpässen, wie weiter draußen auf den Wirtschaftswegen? „Passt das noch“, ist die zentrale Frage, die die Proberunden beantworten sollen. Antwort: Es passt.

Matthias Krätzig

Erste Winter-Vorgefühle zum offiziellen Start des Bereitschaftsdienstes am 1. November: Das harmoniert für Stunden. Wobei die Wetterprognosen bereits Entwarnung geben: „Die nächsten 14 Tage sind entspannt“, sagt Einsatzleiter Matthias Krätzig. Salz ist satt da. 100 Tonnen im Silo, 50 in der Remise. Restbestände vom Vorjahr. „Im Februar hatten wir noch einmal heftigen Schneefall“, erinnert Krätzig. Da habe man noch mal nachgeordert – und sei drauf sitzengeblieben. Mit einer Null will er jetzt aus dem nächsten Winter gehen, denn: „Wir wollen nichts mit rübernehmen zum neuen Betriebshof.“

Neue Kleinfahrzeuge leistungsfähiger

Für den Winter 2019 haben die Ahlener Umweltbetriebe ihren Dienst neu aufgestellt. Hinter Stufe eins steht die Straßenreinigung, die fortan um drei Uhr mit der Schicht beginnt. Stufe zwei zündet bei Bedarf mit den Kollegen von Straßenunterhaltung und Grünflächen nachmittags bis in die Abende. Bei Stufe drei machen sich weitere Mitarbeiter von Straßen- und Grünflächenunterhaltung in Handkolonnen auf den Weg. Mit Stufe vier liegt die Müllabfuhr auf Eis. Insgesamt, so Krätzig, diene das Modell der Einhaltung der Dienst- und Ruhezeiten.

Neu sind drei angemietete Kleinfahrzeuge, die diesmal größer ausfallen, leistungsfähiger sind und mehr Salz bunkern können.

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