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Jahresdienstversammlung des Feuerwehr-Löschzugs Vorhelm

Mit „Fire Friday“ den Zusammenhalt fördern

Vorhelm

Beförderungen, Ehrungen sowie Rück- und Ausblicke standen im Mittelpunkt der Jahresdienstversammlung des Löschzugs Vorhelm.

Zugführer Raphael Eustermann (l.), Ortsausschuss-Vorsitzender Hubertus Beier (2.v.l.) und Wehrführer Christian Reeker (r.) gratulierten allen Geehrten und Beförderten des Löschzugs Vorhelm bei der Jahresdienstversammlung im Gerätehaus. Foto: Christian Wolff

Im Vorjahr musste der Löschzug Vorhelm seine Jahresdienstversammlung zwangsweise in der Fahrzeughalle abhalten, um die pandemiebedingt notwendigen Abstände einhalten zu können. Diesmal gab es zwar keine Einschränkungen mehr, aber der erfreuliche Zuwachs in den Reihen der Feuerwehr machte es nötig, erneut vom Schulungsraum in die geräumige Halle zu wechseln.

„Unser Gerätehaus wird in diesem Jahr 50 Jahre alt“, sagte Zugführer Raphael Eustermann am Freitagabend und betonte, dass an dem bewährten Standort Augustin-Wibbelt-Straße auf jeden Fall festgehalten werde. „Vieles ist bereits im Laufe der Jahre instandgesetzt worden. Aber hier und da müssen natürlich noch Reparaturen vorgenommen werden.“ Fleißige Helfer hätten dazu beigetragen, dass aus der ehemaligen Dienstwohnung neue Aufenthaltsräume für die Jugendfeuerwehr werden.

Nach der Protokollverlesung durch Thomas Otterstedde kamen Zahlen auf den Tisch. Der Löschzug Vorhelm besteht aktuell aus 45 aktiven Kameraden. Dieser Aufwärtstrend sei sehr erfreulich, so Eustermann, gerade in schwierigen Zeiten. „Um den Zusammenhalt weiter zu fördern, haben wir den ,Fire Friday‘ eingeführt.“ Denn nach dem regulären Dienst fehle den Berufstätigen oft die Zeit für einen ungezwungenen Plausch, so dass es zum Start ins Wochenende entspannter zugehe. 13 Kameraden und eine Kameradin engagieren sich zugleich in der Jugendfeuerwehr. In gleicher Stärke präsentiert sich die Alters- und Ehrenabteilung, die mit Unterbrandmeister Thomas Kaldewei einen neuen Chef bekommen hat. Besonders geehrt wurde Vorgänger Hermann Schwarte.

Hermann Schwarte und Thomas Kaldewei Foto: Christian Wolff

Zum Jahresbericht gehört immer auch Statistik: „Insgesamt 1449 Stunden hat der Löschzug Vorhelm im abgelaufenen Jahr bei Übungsdiensten geleistet“, zählte Raphael Eustermann auf, „689 Stunden waren es bei Einsätzen. Hinzu kommen noch 260 Stunden der Jugendfeuerwehr und 384 beim Maschinistendienst. Nicht zu vergessen: unsere Gartengestaltung mit 360 Stunden“, verwies der Zugführer auf das von der Stadt Ahlen geförderte ehrenamtliche Engagement. Als besonderes Ereignis stufte der Zugführer den Münsterland-Giro ein, der durch Vorhelm führte und der Wehr einen Sondereinsatz bescherte.

„Bei den Dienstabenden waren durchschnittlich 20,9 Kameraden und beim Maschinistendienst 12,8 Kameraden zur Stelle. Damit liegt die Dienstbeteiligung bei rund 55 Prozent“, so Eustermann. „Mit unseren Fahrzeugen wurden im Jahr 2022 genau 2933 Kilometer zurückgelegt.“ Das seien rund 400 weniger als im Vorjahr.

Einsatztechnisch hatten die Vorhelmer Wehrleute gut zu tun. Verzeichnet wurden 54 Einsätze – neunmal Zugalarm und 43 Gruppenalarme. Hinzu kamen zwei sonstige Alarmierungen. 17 Brandeinsätze und 35 technische Hilfeleistungen stehen in der Aufstellung. Die durchschnittliche Einsatzstärke lag bei elf Kameraden.

Leistungen gewürdigt

Weil sie bei 38 von 54 Einsätzen mit von der Partie waren, erhielten Niklas Bornemann und Martin Förster den Titel „Feuerwehrmann der Einsätze 2022“. Die Maximalzahl von 23 Diensten leistete Dirk Charvat, der damit als „Feuerwehrmann des Jahres 2022“ ausgezeichnet wurde.

Nach dem Kassenbericht, den Sebastian Sydow vortrug, wurde Marc Schlautmann zum neuen Kassenprüfer gewählt. Die ordnungsgemäße Buchführung bestätigten Dominik Rajchl und Michael Heimann.

Lob und Anerkennung gab es auch von Wehrführer Christian Reeker, der um Verständnis war, wenn es mit den baulichen Maßnahmen manchmal nicht so schnell vorangehe wie gewünscht. „Ich freue mich sehr über die Aktivitäten hier“, sagte er. „Ihr überzeugt andere, ebenfalls Gutes zu tun.“ Der Feuerwehrchef überreichte schließlich die Urkunden für erfolgreiche Lehrgangsteilnehmer.

Die Grüße des Ortsausschusses überbrachte dessen Vorsitzender Hubertus Beier – verbunden mit dem obligatorischen Flachgeschenk für den Nachwuchs und dem Bekenntnis: „Wir brauchen euch im Dorf!“

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