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Polizei lobt Targobank

Mit Fragen gegen falsche Enkel

Ahlen

Die Kreispolizeibehörde freut sich, dass sich auch die Ahlener Targobank dafür einsetzt, dass ältere und alte Menschen vor Enkel- und weiteren Tricks geschützt werden. Das funktioniert mit dem sogenannten Geldübergabeumschlag.

wn

Polizeihauptkommissar Carsten Soszynski, Laura Zumbrwoski, Hatice Topdas, Anja Klein (alle Targobank) und Erster Polizeihauptkommissar Dieter Wienker (Leiter Polizeiwache Ahlen) Foto: Kreispolizeibehörde

Kaum war der Vorschlag der Polizei im Kreis Warendorf, die Präventionsarbeit für insbesondere ältere Menschen zu unterstützen, bei der Targobank angekommen, setzte die Filiale in Ahlen diesen gleich um. Darüber freut sich die Kreispolizeibehörde jetzt besonders.

„Die Idee, unsere Kundinnen und Kunden mit einem Geldübergabeumschlag vor einer möglichen Betrugsmasche zu warnen, hat uns schnell überzeugt“, so Laura Zubrowski von der Targobank Ahlen. „Denn wir müssen damit rechnen, von ihnen keine oder eine falsche Auskunft auf vertrauliche Nachfrage zu bekommen. Wir wissen, dass die Betrüger sehr manipulieren. Sie geben den Geschädigten Antwortmöglichkeiten mit auf dem Weg, fordern sie zum Stillschweigen auf oder geben an, dass Bankmitarbeiter ein falsches Spiel treiben.“

Sechs Fragen geben Aufschluss

Kriminalhauptkommissar Carsten Soszynski erklärt das System: „Mit Hilfe dieses bedruckten Geldübergabeumschlags wollen wir vor den Betrugsmaschen wie ,falscher Enkel‘ oder ,falscher Amtsträger‘“ warnen.“ Würden zwei der insgesamt sechs Fragen mit „Ja“ beantwortet, dürfte die Person auf einen Betrüger hereingefallen sein. „Dann das Geld sofort wieder einzahlen und die Polizei über 110 informieren.“

Bei den Betrugsmaschen sei es üblich, dass das Opfer telefonisch um Geld und/oder Wertgegenstände gebeten wird. Dafür nutzen die Täter eine Legende. Sie geben sich als Enkel, Nichte oder gar Polizist aus. Haben die Betrüger das Opfer von der Echtheit ihres Telefonats überzeugt, lassen sie den Kontakt nicht abreißen und rufen oft über mehrere Stunden an. Die Angerufenen fühlen sich unter Druck gesetzt und gehen in – glücklicherweise – nur wenigen Fällen auf die Forderungen ein. Damit die Menschen nicht alles verlieren, setzt die Polizei auf Kooperationen wie mit der Targobank.

Täter üben Druck aus

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