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Große Ahlener Prozession vom Marienplatz zu St. Bartholomäus

Mit lauten „Hosianna“-Rufen durch den kalten Palmsonntag

Ahlen

Mit derart vielen Teilnehmern hatte Pfarrer Willi Stroband nicht gerechnet. Er freute sich deshalb ganz besonders über die vielen Menschen, die die Palmsonntagsprozession vom Marienplatz bis vor die St.-Bartholomäus-Kirche begleiteten.

Von Ralf Steinhorst

„Die größte Palmsonntagsprozession die es je in Ahlen gegeben hat“: Pfarrer Willi Stroband zeigte sich von der hohen Teilnehmerzahl begeistert und segnete die Palmstöcke. Foto: Ralf Steinhorst

Würde das Wetter bei der Palmsonntagsprozession vom Marienplatz bis vor die St.-Bartholomäus-Kirche halten? Es hielt am Sonntagvormittag, trotz einiger weniger Tropfen, die dann doch vom Himmel fielen. Allerdings hätten die Temperaturen höher ausfallen können, aber die vielen Teilnehmer hielten der Kälte geduldig stand.

Gottesdienst unter freiem Himmel

Man müsse jetzt anfangen, es sei kalt, drängte Pfarrer Willi Stroband auf einen pünktlichen Beginn auf dem Marienplatz. Noch rätselnd, ob der Gottesdienst am Prozessionszielort St. Bartholomäus wie geplant draußen, oder doch eher in der Kirche stattfinden solle. Es blieb am Ende bei draußen.

Am Palmsonntag wird an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem gedacht. „Da müssen wir gleich auf dem Weg laut ,Hosianna’ rufen. Das heißt ‚Gott ist groß‘“, weihte Willi Stroband in die Atmosphäre von vor 2000 Jahren ein. Bei jedem Ruf gelte es dann zudem, die Palmstöcke in die Höhe zu strecken. Oder „Münsterländer Palmen“, wie sie der Geistliche auch bezeichnete.

Segnung der bunten Palmstöcke

Schließlich angekommen auf dem Kirchplatz vor St.-Bartholomäus, musste Pfarrer Willi Stroband erst einmal die Bildung eines großen Kreises organisieren. „Das ist die größte Palmsonntagsprozession, die es je in Ahlen gegeben hat. Mit so vielen Menschen hatten wir gar nicht gerechnet“, stellte er beeindruckt fest, um dann die Geschehnisse beim Einzug Jesu damals in Jerusalem in Erinnerung zu rufen. Wobei das Volk dabei seine Freude darüber mit lauten „Hosiannas“ zum Ausdruck brachte. Nur Tage später war es dann anders, es forderte Jesu Kreuzigung.

Bevor Willi Stroband die Palmstöcke mit Weihwasser segnete, wurde noch das Lied „So muss der Frieden sein“ gesungen. Ein Lied, dass gerade in die heutige Zeit passe. Das übliche Willi-Stroband-Geschenk gab es für Kinder und Erwachsene natürlich auch: Diesmal war es ein kleiner Holzosterhase als Einstimmung auf das kommende Wochenende. Am Ende zeigte sich Stroband begeistert von der Prozession: „Es war nicht nur die vollste Palmsonntagsprozession in Ahlen, sondern auch die fröhlichste.“

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