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„Ahlener helfen Ahlenern“ zu Ostern

Mit Musik vor die Heime und vors Hospital

Ahlen

Hausmusik einmal anders. Die Facebook-Gruppe „Ahlener helfen Ahlenern“ machte ihren Namen zum Programm und überbrachte am Sonntagnachmittag singende Ostergrüße vor Seniorenheimen und dem Hospital.

wn

Jecca Friese und Nicole Bormann verbreiten normalerweise als Party-Gesangsduo gute Laune. Foto:

Open-Air-Konzerte im Halbstundentakt – diese Idee zur Corona-Krise hatte die Facebook-Gruppe „Ahlener helfen Ahlenern“ am Nachmittag des Ostersonntags. Die Beschenkten waren die Bewohner des Hugo-Stoffers-Zentrums, des St. Vinzenz am Stadtpark, des Rosengarten-Seniorenzen­trums, des Elisabeth-Tombrock-Hauses und auch die Patienten des St.-Franziskus-Hospitals.

„Wir fahren heute fünf Stationen ab“, erklärte „Ahlener-helfen-Ahlenern“-Administratorin Mary Kühn-Schrein beim ersten Stopp am Hugo-Stoffers-Zentrum. Für jede Station waren rund 20 Minuten Aufenthalt eingeplant, so dass mit Fahrzeit jede halbe Stunde ein neues Osterkonzert an neuem Ort beginnen konnte. Auf die Idee dieser Aktion kam die Initiatorin schon in der vergangenen Woche: „Mir taten die älteren Menschen leid, die Ostern keinen Besuch empfangen können“. Die sollten zu den Festtagen nicht vergessen werden. Zu drei Seniorenheimen kamen dann noch das St. Vinzenz und das Krankenhaus mit dazu.

Mary Kühn-Schrein

Schnell konnte Mary Kühn-Schrein die beiden Sängerinnen Jecca Friese und Nicole Bormann gewinnen, die auch Gruppenmitglieder von „Ahlener helfen Ahlenern“ sind. Beide sangen früher beim Schönefeldt-Chor und bei Chorios. „Wir sind beste Freundinnen und singen inzwischen nur noch privat auf Partys“, wollte Jecca Friese bei dieser Aktion gute Laune verbreiten.

Den Bewohner des Hugo-Stoffers-Zentrums gefiel die Idee sichtbar. Hinter den Fenstern winkten sie den Sängerinnen zum Dank sogar zu. Foto:

Für die Technik sagte Discjockey André Fohrmann auch schnell seine lautstarke Unterstützung zu. Denn seine auf einem Anhänger festgezurrten Boxen gaben die Musik so lautstark wieder, dass sie auch aus „sicherer“ Entfernung bei den Zuhörern hinter den Fenstern ankamen. „Der Anhänger war ja schon bei der DJ-Aktion letzten Samstag in Ahlen unterwegs“, hatte André Fohrmann da schon Erfahrungen gesammelt, als er Musikwünsche vor den Haustüren erfüllte (wir berichteten).

Das Programm der beiden Sängerinnen war vielfältig. Sie hatten es mit Mary Kühn-Schrein ausgesucht. Das reichte dann vom Steigerlied über den Evergreen „Liebeskummer lohnt sich nicht my Darling“ bis hin zum Finale mit Michael Jacksons „We are the World“. Schließlich sollte daran erinnert werden, dass die ganze Welt bei der Corona-Krise zusammenstehen sollte.

Mary Kühn-Schrein, Andrea Kersting-Lang, Andre Fohrmann, Jecca Friese und Nicole Bormann bereiteten große Freude. Foto:
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