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Lunch Club

Mit Negativtest in Schulvorbereitung

Ahlen

Der Lunch Club meldet sich mit Präsenz zurück: Im Garten lernen die Kinder jetzt, wie man einen Corona-Schnelltest richtig anwendet.

Von Peter Schniederjürgen

Langsam die Stäbchen in beiden Nasenlöchern hin- und herdrehen, zeigen Frederik Krabbe (l.) und Markus Koyro den Kindern. Foto: Peter Schniederjürgen

Das Kinderrestaurant „Lunch Club“ an der Wichernstraße öffnet wieder. „Allerdings noch stark eingeschränkt und mit einem umfangreichen Corona-Schutzprogramm“, betont Leiterin Heike Gründken beim Vor-Ort-Termin am Montag. Dieses Programm hat der Club nicht allein aufgestellt, es gibt Unterstützung von Markus Koyro vom „Miga“, dem mobilen Institut für Gesundheitsausbildungen. Das Institut betreibt derzeit in Ahlen einige Testzentren.

„Wir öffnen uns wieder im Garten für zwei Gruppen von bis zu acht Kindern“, führt der didaktische Leiter Frederik Krabbe aus. Die Kinder werden dann spielerisch wieder auf den Schulunterricht vorbereitet. Damit das aber unter größtmöglicher Sicherheit vonstatten gehen kann, ist Markus Koyro in den Garten des „Lunch Clubs“ gekommen, um mit den Kindern den Selbsttest zu üben.

Bußmann spendete 100 Tests

Damit sich die Mädchen und Jungen vor jedem Clubbesuch testen können, hat Apotheker Matthias Bußmann zunächst 100 Tests gespendet. „Damit sollten wir bis zum Schulstart auskommen“, schätzt Frederik Krabbe.

Dann legt Markus Koyro los. Zunächst bekommt jedes der Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren einen Test. Mit Masken und genauen Abständen geht’s zur Sache. Der angehende Doktor der Medizin bringt seinen jungen Zuhörern kindgerecht die Handhabung nahe. Schritt für Schritt werden die Einzelteile ausgepackt und ihre Funktion erklärt. Besonders achtet Markus Koyro darauf, dass die relevanten Teile richtig gehändelt werden. „Fasst nicht oben an der Watte an, die machen die Tests sonst am Ende wertlos.“ Dann geht es buchstäblich ans „Eingemachte“, die Stäbchen werden in den vorderen Nasenraum eingeführt. „Jetzt langsam hin- und herdrehen“, führt Markus Koyro vor. Schließlich kommt der motorisch wohl anspruchsvollste Teil. Es gilt, die Abstrichstäbchen verlustfrei in die Reaktionsflüssigkeit zu bugsieren. Die kleinen Behälter sind nicht gerade standfest. Das Clubteam hat rasch die Lösung bei der Hand. Aus Lego entstehen kleine Rahmen, die Behälter und Stäbchen sicher aufnehmen. Die enthaltene Flüssigkeit wird auf den Teststreifen geträufelt. „Jetzt müssen wir 15 Minuten warten“, sagt Koyro und stellt die Eieruhr ein.

Heike Gründken und Markus Koyo zeigen die Schnelltests. Foto: Peter Schniederjürgen

„Sollte sich ein Kind als positiv erweisen, werden wir umgehend die Eltern informieren und es entsprechend geschützt nach Hause bringen“, erläutert Heike Gründken den schlimmsten Fall. Damit seien sowohl die anderen Kinder geschützt als auch der sichere Heimweg auf kürzestem Weg garantiert. Inzwischen ist die Zeit verstrichen. Zum Glück sind alle negativ. „Solltet ihr den Streifen nach weiteren rund 30 Minuten noch mal ansehen und er hat dann zwei Streifen, könnt ihr das getrost vergessen – keine Gefahr mehr“, schließt Markus Koyro die kleine Übungsrunde mit den Kindern.

Alle negativ