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Bädergesellschaft setzt auf Vollbetrieb im Parkbad

Mit Wintergarten aus der Sommerpause

Ahlen

Die Bädergesellschaft Ahlen stellt sich auf einen Vollbetrieb im Parkbad ein. Wann die Sommerpause endet, ist weiter offen.

Von Ulrich Gösmann

Wintergarten und Sinnespfad-Verlängerung sind die Neuerungen, mit denen sich das Parkbad aus der Sommerpause zurückmeldet. Foto: Ulrich Gösmann

Wann Parkbad und Saunadorf wieder öffnen, wie warm dann Wasser und Öfen sein werden – alles noch offen und in letzter Prüfung. Fakt aber ist: Vollbetrieb! Stand Mittwochmittag.

„Wenn es der Gesetzgeber verlangt, würden wir auch dicht machen“, schränkt Stadtwerke-Prokurist Uwe Friedrichs beim Presserundgang auf Nachfrage ein. „Wir sind aber auch der Daseinsvorsorge verpflichtet und wollen den Schul- und Vereinssport weiter aufrechterhalten.“ Zwei Jahre Pandemie hätten ihre Spuren hinterlassen – mit deutlichen Defiziten.

Energieeffizienz in ständiger Prüfung

Energiekrise, abzeichnende Gasengpässe und drohende Reglementierungen: Wohlwissend verweist Friedrichs auf eine ständige Prüfung der Energieeffizienz in beiden Bädern. Und ruft konkrete Maßnahmen in den nächsten beiden Jahren in Erinnerung: die LED-Umstellung der Parkbad-Beleuchtung, den Bau einer Photovoltaik- und Solarthermieanlage sowie die Nutzung einer Wärmerückgewinnungsanlage für das Dusch- und Rückspülwasser. Vor der Sommerpause seien mit der Reduzierung der Öffnungszeiten im Saunadorf und dem Kaltstellen eines Ofens bereits kurzfristig Maßnahmen getroffen worden. Alles Weitere – darunter auch die Wassertemperatur – sei jetzt in der Prüfung und Abstimmung zwischen Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Bäderleitung.

Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Buschkamp

Ebenso offen ist das Datum für den Start in die Wintersaison: „Wir können das Freibad nicht bei 28 Grad schließen, nur weil wir das vier Wochen vorher so beschlossen haben“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Buschkamp und behält sich Flexibilität in einer dann kurzfristigen Entscheidung vor, die in der ersten Septemberhälfte fallen könnte.

Barfuß über den Sinnespfad, der drei Felder hinzubekommen hat... Foto: Ulrich Gösmann

Die verlängerte Sommerpause bedeutet für die Anlage im Berliner Park Weiterentwicklung. 75 000 Euro investierte die Bädergesellschaft in einen Wintergarten, um den Gastrobereich zu erweitern. Warm im Winter, schattig im Sommer, trocken durchs ganze Jahr: Betriebsleiter Thomas Schliewe zieht die Trumpfkarten. Mit Schiebetüren und Markise lasse sich auf das jeweilige Wetter reagieren. Barbara Buschkamp sieht einen weiteren Beschluss umgesetzt, mit dem der Aufsichtsrat seiner Linie treu bleibe: „An beiden Standorten tun wir kontinuierlich etwas für die Angebotserweiterung.“ Die diesmal auch dem Sinnespfad zugute kommt, der um drei weitere Wahrnehmungsfelder erweitert wurde und zu einem Probelauf – Socken aus – verleitet. Dem schließt sich Michael Morch gleich an. Für den neuen Leiter der Ahlener Umweltbetriebe ist der Ortstermin Antrittsbesuch im Parkbad. „Fantastisch“ die Anlage, eine „grüne Oase“. Eigentlich sei er zuletzt nicht mehr Saunagänger gewesen. Jetzt reize es ihn aber doch. Sein Versprechen: „Ich komme bestimmt wieder.“

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