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Erfrischendes Neujahrskonzert in der Stadthalle

Musikalisch von Madrid nach Wien

Ahlen

Ein hochklassiges Orchester, eine stimmgewaltige Solistin und ein Moderator mit viel Humor – was braucht es mehr für ein gelungenes Neujahrskonzert?

Von Reinhard Baldauf

Die Neue Philharmonie Westfalen sorgte für einen beschwingten Jahresauftakt. Foto: Reinhard Baldauf

Erfrischend war das Neujahrskonzert am Sonntagnachmittag nach Meinung der Besucherinnen und Besucher. Einen wesentlichen Anteil daran hatte der musikalische Leiter Evan-Alexis Christ. Zehn Jahre lang war der in Los Angeles Geborene unter anderem Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatstheaters Cottbus. Mit vollem, auch körperlichen Einsatz dirigierte er die Neue Philharmonie Westfalen. Und Markus Wallrafen erheiterte mit seiner Moderation wieder einmal das Ahlener Publikum.

Besucherzahl verdoppelt

„Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Besucherzahl verdoppelt“, so Stadthallengeschäftsführer Andreas Bockholt. In den vergangenen Tagen sei eine vermehrte Nachfrage zu verspüren gewesen. „Die Leute wollen wieder rausgehen“, urteilte Bockholt. So waren am Sonntag 400 Besucher und Besucherinnen dabei, 2021 waren es coronabedingt nur 185 gewesen.

Dirigent Evan-Alexis Christ Foto: Reinhard Baldauf

„Von Madrid nach Wien“, so ist das aktuelle Programm der Neuen Philharmonie überschrieben. Dabei gab es sogar einen kleinen Abstecher nach Portugal. Los ging es aber mit den „Spanischen Marsch op. 433 von Johann Strauß Sohn (1823 bis 1899), gefolgt vom „Spanischen Tanz“ aus „Frasquita“ von Franz Léhar (1870 bis 1948).

Der Walzer op. 236 „Spanien“ von Émile Waldteufel ist von der Melodie her in Deutschland sehr bekannt. Wie Moderator Markus Wallrafen aufmerksam machte, sangen dazu einst Cindy und Bert ihren Hit „Wenn die Rosen erblühen in Malaga“.

Solistin Tania Durán Gil Foto: Reinhard Baldauf

Sopranistin Tania Durán Gil feierte nach Worten des Moderators ihre Deutschlandpremiere in Ahlen: „Ich darf nicht vergessen, das gleich in Gelsenkirchen zu ändern“, schob Wallrafen dann aber schmunzelnd hinterher. Zunächst besang die Sopranistin einen teueren Rotwein „Château Margaux“. Bei ihren verschiedenen Auftritten im Programm zeigte sich die Sängerin mächtig stimmgewaltig, sie wurde mit Applaus regelrecht überschüttet.

Moderator Markus Wallrafen Foto: Reinhard Baldauf

Nach der Pause ging es mit Ausschnitten aus „Carmen Suite Nr. 1 und 2“ von Georges Bizet (1838 bis 1875) weiter. Es folgten unter anderem Werke von Rossini (1792 bis 1868) und Jacques Offenbach (1819 bis 1880). Zu den Zugaben zählte natürlich der schwungvolle „Radetzky-Marsch“. Das Publikum dankte für den unterhaltsamen musikalischen Nachmittag mit stehendem Applaus.

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