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Geplante Sanierung beginnt

Nach dem Dach geht‘s an die Orgel

Ahlen

Die Wasserschäden an der Innenseite des Daches der Pauluskirche werden jetzt beseitigt. Für drei Wochen bleibt das evangelische Gotteshaus dazu geschlossen. Danach geht es auf der Orgelempore weiter.

Jörg Pastoor

Wieder dicht: Doch nach Installation der Photovoltaikanlage war Wasser durchs Dach gedrungen.. Foto: Jörg Pastoor

Erst das Dach, dann die Leuchten und schließlich die Orgel – in der Pauluskirche hat Montagmorgen ein umfangreiches Sanierungsprogramm begonnen. Es geht mit der Reparatur der Dach-Innenfläche los, an der nach der Installation der seinerzeit gefeierten Photovoltaikanlage im Jahr 2010 Schäden durch eindringendes Regenwasser aufgetreten waren (wie berichtet).

Mehrere Felder der Dachbemalung sind unterschiedlich stark abgeblättert. „Das Ganze hat ja Jahre gedauert, bis der Versicherungsfall dann vor Gericht geklärt war“, erinnert sich Kirchbaumeister Markus Eggert der „AZ“ gegenüber. Nach der kompletten Neueindeckung sei aber alles wieder so weit in Ordnung: „Seitdem ist es auch dicht.“

Eine Hammer Gerüstbaufirma richtete am Morgen die Arbeitsbasis für die Maler auf, die hoch über den Kirchenbänken zunächst die abgeblätterte Farbe entfernen und dann zum Pinsel greifen werden. Aber nur an den schadhaften Stellen. Die Orgel auf der Empore des Gotteshauses hat bereits ihre Folienpackung gegen den Staub erhalten. Es soll keine weiteren Verunreinigungen geben. „Jetzt in der Passionszeit soll sie ja fertig gemacht werden. Da hätte es keinen Sinn, erst danach mit der Dachsanierung anzufangen“, begründet Markus Eggerts Stellvertreter Kurt Manasse die Reihenfolge.

Markus Eggert, Kurt Manasse und Hausmeister Martin Niesmann nutzen die Gelegenheit gleich, um Eggerts Baumarkt-Einkauf um die Jahreswende in die Hand zu nehmen: LED-Birnen. „Wir sind dabei und tauschen alles aus.“

Die neuen Dimmbaren helfen, die Betriebskosten der Kirche zu senken. In gut drei Wochen soll die Kirche wieder für den Gottesdienstbetrieb zur Verfügung stehen. Alle, die noch nichts von der auch im Gemeindebrief angekündigten Maßnahme mitbekommen haben, weist ein Schild an der Tür darauf hin.

Ab dem 26. Januar geht der normale Betrieb an der Raiffeisenstraße weiter, weil nur das Nötigste gemacht wird. „Die Kirche wird ja noch nicht gestrichen – so was kostet ein Vermögen“, sagt Markus Eggert. Im Fall der aktuellen Reparatur ist das ein höherer vierstelliger Betrag. Den trägt die Versicherung der Firma, die die Kollektoren aufs Dach geschraubt hatte.

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