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Neuer Baudezernent

Nachfolger für Mentz gefunden

Ahlen

Endlich: Im dritten Anlauf und nach fast anderthalbjähriger Suche hat die Stadt einen Nachfolger für Andreas Mentz als Baudezernent gefunden. Schon am 11. Mai soll die Wahl des neuen Beigeordneten im Rat über die Bühne gehen.

Von Peter Harke

Fast anderthalb Jahre dauerte die Suche nach einem Nachfolger für Andreas Mentz. Foto: Archiv

Wie Bürgermeister Dr. Alexander Berger auf Redaktionsanfrage berichtete, präsentierten sich am Donnerstag und Freitag vergangener Woche sechs Bewerber dem Auswahlgremium, bestehend aus Vertretern der Verwaltung und den Spitzen der Ratsfraktionen. Jeweils zwei Stunden hatten sie dafür Zeit. Ein Kandidat, so Berger, habe sich letztlich „durchsetzen“ können, er sei „bei allen gut angekommen“. Sowohl das persönliche Auftreten wie die fachliche Expertise hätten überzeugt. Kurzum: „Er war der Beste.“

Noch am Freitagabend, nachdem die Fraktionsvorsitzenden sich untereinander verständigt hatten, rief der Bürgermeister den Auser­wählten an, um ihm das Ergebnis mitzuteilen. Nach erbetener Bedenkzeit über das Wochenende habe der Betreffende dann am Montagmorgen zugesagt, sich der Wahl stellen zu wollen, teilte Berger mit. Das Geheimnis, um wen es sich handelt, soll öffentlich erst am Tag der Ratssitzung gelüftet werden.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger

Im Dezember 2019, drei Monate vor dem Weggang von Andreas Mentz nach Hamm, war die Position des Stadtbaurats erstmals bundesweit ausgeschrieben worden. Zwei Bewerber, ein Mann und eine Frau, kamen in die engere Wahl, machten aber beide kurzfristig wieder ei­nen Rückzieher. Ergebnislos endete auch das zweite Ausschreibungsverfahren. Zwar gab es auch diesmal einen Favoriten, unmittelbar vor der Kommunalwahl im September 2020 konnten die Fraktionen sich jedoch nicht einig werden.

Auf Initiative der SPD beschloss der Rat dann, auf die neuerliche Beauftragung ei­nes Headhunters zu verzichten. Die Personalabteilung der Stadt nahm die dritte Stellenausschreibung in die eigene Hand. 13 Bewerbungen gingen ein, 13 „ernstzunehmende“, wie Dr. Alexander Berger präzisiert. Er verhehlt nicht, „sehr froh“ zu sein, dass sich in dieser Personalfrage nunmehr eine Lösung, getragen von einer breiten politischen Mehrheit, abzeichnet. „Es wird auch Zeit, wir haben große Projekte vor uns“, so Berger mit Blick auf den Bürgercampus, den Bau der Osttangente und die Modernisierung der Kläranlage.

Möglichst zeitnah soll nun auch die Wiederbesetzung der zweiten Beigeordneten­stelle bei der Stadt erfolgen, die in der Hauptsatzung vorgesehen ist. Über den Zuschnitt des Dezernats sind sich die Parteien weitgehend einig, es soll die Bereiche Soziales und Kultur umfassen.

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