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Grundausbildung bei der Feuerwehr läuft

Nachwuchs ist motiviert

Ahlen

Seit 18. August läuft bei der Feuerwehr wieder ein Grundausbildungslehrgang. Bis Anfang Oktober lernen die Nachwuchskräfte eine breites Themenspektrum kennen.

Von Christian Wolff

Alexander Jarosch, Nadine Helbeck, Malte Teckentrup, Dustin Zimmermann, Lukas Sudholt, Kai Hölters, Jan-Hendrik Bücker, Rainer Pottgüter und Marcus Pieper (v.l.) betreuen die Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses. Foto: Christian Wolff

Die Bodelschwingh­schule bleibt auch nach dem Ende ihrer ursprünglichen Bestimmung ein Ort des Lernens. Dafür sorgt nicht nur das Sportarchiv mit seinem angegliederten Museum, das einen ehrenamtlichen Bildungsauftrag verfolgt, sondern auch die örtliche Feuerwehr. Wo sonst scharenweise Schüler ihre Pausen verbrachten, übt derzeit regelmäßig der Brandbekämpfer-Nachwuchs.

„Eigengewächse“ stehen zur Verfügung

„Am 18. August haben 18 Teilnehmer ihren Grundausbildungslehrgang gestartet“, sagt Rainer Pottgüter, der die umfangreichen Schulungen schon mehr als drei Jahrzehnte betreut, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Zum Glück haben wir aktuell viele junge und motivierte Kräfte.“ Und wenn es weiterhin so gut laufe, brauche er sich um seine eigene Nachfolge in der Ausbildung ebenfalls keine Sorgen zu machen, denn auch hier stehen „Eigengewächse“ der Feuerwehr Ahlen gerne zur Verfügung und teilen sich die Aufgaben thematisch auf.

Als Zugangsvoraussetzung für den Grundausbildungslehrgang muss ein Feuerwehrangehöriger nach den arbeitsmedizinischen Grundsätzen einsatztauglich sein und einen Erste-Hilfe-Kurs nachweisen. Zu Beginn wird selbstverständlich viel Theorie innerhalb der Brand- und Löschlehre sowie der Fahrzeug- und Gerätekunde gepaukt.

Ausbildung im Grundlehrgang 2021 Foto: Feuerwehr

Inzwischen lernen die jungen Leute die breite Palette der Feuerwehrtätigkeiten ebenso in der Praxis kennen. Zum Beispiel, wenn sie an der Fassade der Bodelschwinghschule eine Leiter fachgerecht aufbauen und sicher besteigen sollen. „Das gehört einfach dazu und muss gerade in stressigen Situationen und bei hektischen Einsätzen reibungslos klappen“, sagt Alexander Jarosch. Nächste Woche werde es noch spannender, wenn das Thema Löschangriff auf dem Stundenplan der Grundausbildung steht. „Darauf arbeiten die Gruppen ja besonders gerne hin“, weiß der Ausbilder aus Erfahrung.

Theoretische und praktische Prüfung

„Am 2. Oktober endet der Lehrgang“, blickt Rainer Pottgüter schon mal voraus, während sich die Teilnehmer und ihre Betreuer eine kleine Pause mit der nötigen Stärkung gönnen. Zum Schluss seien dann eine theoretische und eine praktische Prüfung vorgesehen. Die theoretische Prüfung erfolgt per Fragebogen. Im praktischen Teil ist ein Löscheinsatz in Gruppenstärke zu bewältigen. In Einzelstationen ist dann der richtige Umgang mit tragbaren Leitern, das Beherrschen von Knoten und Stichen und weiterer Grundtätigkeiten nachzuweisen.

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