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„Weihnachten im Schuhkarton“ durchs ganze Jahr

Nadeln klappern für die Überraschung

Ahlen

Eigentlich gäbe es was zu feiern. Doch jetzt wird erst mal gepackt für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die zum 20. Mal in Ahlen durchstartet. Wer gratulieren will, macht einfach mit, um Kindern in Krisengebieten dieser Welt eine Freude zu bereiten.

Von Ulrich Gösmann

Links Butterbrotdosen, rechts erste Kartons, dazwischen Kirsten Gottschling. Sie packt seit 20 Jahren. Foto: Ulrich Gösmann

Warum erst im Advent in Stimmung kommen, wenn sich Festvorfreude durchs ganze Jahr tragen lässt? Für Kirsten Gottschling sind gerade sie ihre wohl treuesten Seelen – die 20 Damen an den Stricknadeln, die es nicht sein lassen können, ihre Wollknäuel auch nur für einen Monat aus den Händen zu legen. Davon profitiert die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. International aufgestellt, läuft sie in Ahlen jetzt zum 20. Mal, um Kindern in Krisengebieten zum Fest der Feste eine Überraschungsbox ins Haus zu schicken.

Ob Schals, Mützen oder Handschuhe: Es will nie Serienprodukt werden, was an langem Faden entsteht. Unter den Ehrenamtlerinnen ist auch eine 80-jährige Ahlenerin, die immer wieder Neues versucht. Kirsten Gottschling, die die Aktion im Großraum Ahlen zusammen mit ihrem Mann Volker koordiniert, hat aktuelle Beispiele griffbereit: Puppen, Tischtennisschläger und auch kleine Bälle, passgenau in Strick gepackt. Sie helfen als Beipack, Kartons zielgruppengenau zu füllen.

Handarbeit aus Ahlen: eine Puppe in einer maßgefertigten Stricktasche. Foto:

Wieder sind es die fünf- bis neunjährigen Mädchen, deren Stapel am schnellsten in die Höhe wachsen. Weit abgeschlagen die Jungen in gleich zwei Altersgruppen. Bei den Zwei- bis Vierjährigen würden Spielzeugautos jetzt noch einiges aufholen, bei den Zehn- bis 14-Jährigen Jojos oder Zauberwürfel.

Die annähernd 500 Kartons hatten im vergangenen Advent gerade Ahlen verlassen, da trafen noch 40 Butterbrotdosen an der Piusstraße ein. Und mussten lang durch den Sommer warten, um wieder ins Spiel zu kommen. Sie werden jetzt ebenso beigelegt wie die vielen Kuscheltiere, die im Weihnachtshaus ankamen. Und dann wäre da auch noch die Neugier weckende Kiste mit den gelben Überraschungseiern. . .

Überraschungseier kommen als Beipack in die Geschenkkartons. Foto:

Gibt‘s was abzugeben? Fehlt ein leerer Karton oder Flyer, auf dem steht, wie es geht? Dann auf zur nächsten Annahmestelle. Zu finden in der Stoff-Zentrale (Ostenmauer, Pressehaus), Delta-Studio (Parkstraße), Kita Roncalli (Lessingstraße), Fotostudio Gottschling (Gerichtstraße) oder zentral privat an der Piusstraße 44. Noch Fragen? Die beantwortet Kirsten Gottschling unter

  7 75 69 36. Annahmeschluss ist Mitte November.

Am passenden Karton soll‘s nicht scheitern. Kirsten Gottschling hat reichlich... Foto:
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