Horizontalbohrverfahren

Neue Gasleitung zur Zuckerort-Siedlung

Ahlen

Zwischen der Kapellenstraße und der Zuckerort-Siedlung wird derzeit eine neue Gasleitung verlegt. Der Spazierweg am Richterbach ist daher teilweise gesperrt.

Christian Wolff

Was im Erdreich passiert, ist nur an einigen kleinen Baugruben sichtbar: Entlang des Richterbachs wird eine neue Gasleitung per Horizontalbohrung in den Untergrund getrieben. Foto: Christian Wolff

Sperrbaken und Baufahrzeuge zwingen Fußgänger und Radfahrer im Westen seit gut eineinhalb Wochen zu alternativen Rou­ten. Der beliebte Wanderweg zwischen Zuckerort und Kapellenstraße ist wegen Bauarbeiten aktuell nicht passierbar. Warum das so ist, wird dabei erst auf den zweiten Blick deutlich, denn das Entscheidende passiert kaum sichtbar un­ter der Erde.

Bis Ende Mai wirdhier im Auftrag der Stadtwerke auf rund 200 Metern eine neue Gasleitung verlegt – als sogenannter Ringschluss in die Zuckerort-Siedlung. Auf gut 90 Metern verläuft die Leitung künftig parallel zum Richterbach. Weitere 60 Meter sind direkt an der B 58 neu im Erdreich. Nur an einigen Stellen mussten dazu Baugruben ausgehoben werden, zum Beispiel rechts und links der Brücke und im weiteren Verlauf des Wanderwegs. Dort stechen die gelben „225er“, wie sie aufgrund ihres Durchmessers genannt werden, zumindest beim Blick in die Tiefe ins Auge.

Die neue Gasleitung an der Kapellenstraße. Foto: Christian Wolff

Ansonsten werden die Rohre, durch die später die Gasleitung geführt wird, im Horizontalbohrverfahren ohne langen Graben in gut 60 Zentimeter Tiefe befördert. An der Kapellenstraße verläuft die Leitung unter dem Richterbach, weshalb hier während der Arbeiten auch Pumpen im Einsatz sind, da der Untergrund sonst zu instabil wäre, wenn der Bohrkopf ihn durchdringt.

Einige Passanten ignorieren die Absperrung

„Leider halten sich nicht alle Leute an die Absperrungen“, sagt ein Mitarbeiter der ausführenden Firma Altefrohne gegenüber unserer Zeitung. „Oft kommen wir morgens an die Baustelle und die Sperren sind zur Seite gestellt.“ Dafür hat der Fachmann kein Verständnis, schließlich bestehe an den Gruben Stolper- und Verletzungsgefahr. Einige Passanten seien aber sehr freundlich und interessiert. „Es wird oft gefragt, was genau wir hier eigentlich machen.“

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