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Mitgliederversammlung der IGBCE-Ortsgruppe

„Nord Westfalen“ wird 2023 entstehen

Ahlen

Die Bezirke Hamm und Münster-Bielefeld der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie werden sich im kommenden Jahr zusammenschließen. Darüber berichtete der neue Bezirksvorsitzende Hamm, Ulrich Hampel, bei der Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Ahlen.

Von Reinhard Baldauf

In der Lohnhalle fand jetzt die Mitgliederversammlung der IGBCE-Ortsgruppe Ahlen statt. Foto: Reinhard Baldauf

Bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) in der heimischen Region tut sich einiges. Genaues gab der Bezirksvorsitzende Ulrich Hampel bei Mitgliederversammlung der Ahlener IGBCE-Ortsgruppe in der Lohnhalle bekannt. Demnach werden sich die Bezirke Hamm und Münster-Bielefeld zusammenschließen. Zuvor gab es die Berichte des Vorstands und des Kassierers.

„Es ist nichts passiert“, erklärte der amtierende Ortsgruppen-Vorsitzende Günter Pietsch. Viele Dinge seien geplant gewesen, mussten aber ausfallen. Außerdem seien sehr viele Vorstandsmitglieder ausgeschieden. Über die gut gefüllte Kasse berichtete Sophie Maschelski-Werning.

Neuer Bezirksvorsitzender stellt sich vor

Dann übergab Versammlungsleiter Jürgen Dora an Ulrich „Uli“ Hampel, der sich zunächst ausführlich vorstellte. Er hatte bisher bei seiner Gewerkschaft in verschiedenen Bezirken unterschiedliche Aufgaben, war unter anderem von 2000 bis 2003 stellvertretender Bezirksleiter Hamm, ab dann bis 2013 Leiter des Bezirks Münster-Bielefeld, bevor er für die Sozialdemokraten in den Bundestag einzog. 2020 hatte sich Hampel entschieden, sich nicht erneut für ein Bundestagsmandat zur Verfügung zu stellen, sondern sich auf die Gewerkschaftsarbeit zu konzentrieren. 2021 wurde Hampel neuer Vorsitzender des IGBCE-Bezirks Hamm. Nach seinen Worten sei es ihm gelungen, in Münster-Bielefeld die Mitgliederzahlen zu steigern, was auch im Bezirk Hamm der Fall sei.

Ortsgruppen-Vorsitzender Günter Pietsch (l.) übergab dem neuen Bezirksvorsitzenden Ulrich Hampel ein Präsent für seinen Vortrag. Foto: Reinhard Baldauf

Für die Bundesrepublik befürchtet Hampel die größte Wirtschaftskrise, falls es kein Gas mehr gebe. Zuvor hatte er betont, dass die Schließung aller Bergwerke nicht sinnvoll sei. Der Auffassung, „der Markt regelt alles“, erteilte er dabei eine deutliche Absage.

Neuer Bezirk „Nord Westfalen“

Für den neuen Bezirk „Nord Westfalen“, der ab dem kommenenden Jahr offiziell entstehen soll, sah Uli Hampel gute Aussichten. Der Sitz werde in Hamm bleiben. Dies spare enorme Mietkosten. Die Anwesenden rief er auf: „Lasst uns die Zukunft gemeinsam gestalten!“

In der anschließenden Diskussion fragte der frühere Betriebsratsvorsitzende der Zeche Westfalen, Karl-Heinz Meiwes, ob es Veränderung in der Ortsgruppe geben werde. Klare Antwort von Hampel: „Bei mir nicht!“ Dabei kündigte er an, dass der gesamte Bereich Beckum zur Ortsgruppe Ahlen hinzukomme.

Meiwes sieht zudem die heimische Mitgliederschaft als zu alt an, wie er erklärte. Dem entgegnete Marc Senne: „Wir haben aktiv jüngere Mitglieder erfolgreich angesprochen.“ Nach einigen Terminhinweisen wurde der offizielle Teil der Versammlung beendet, und es ging weiter zum Bergbau-Traditionsverein, wo eine Stärkung und Getränke warteten.

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