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Notfalldienstpraxis am Krankenhaus

Öffnungszeiten werden reduziert

Ahlen

Die Notfalldienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe am St.-Franziskus-Hospital bleibt erhalten, schränkt aber ab 1. Juni ihre Sprechstunden ein. Darum hatten die niedergelassenen Ahlener Ärzte zu ihrer Entlastung gebeten.

Von Dierk Hartleb

Die Notfalldienstpraxis der niedergelassenen Ärzteschaft in Ahlen wird ab 1. Juni ihre täglichen Öffnungszeiten um zwei Stunden verkürzen. Foto: Dierk Hartleb

Die ärztliche Notfalldienstpraxis am St.- Franziskus-Hospital schränkt ihre Öffnungszeiten ein. Ab dem 1. Juni entfällt jeweils die erste und die letzte Stunde. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) als Träger der Einrichtung am Donnerstag mit.

In der Pressemitteilung heißt es: „Der ärztliche Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Ahlen wird zum 1. Juni angepasst. Bürgerinnen und Bürger, die außerhalb der regulären Praxiszeiten ärztliche Hilfe benötigen, können sich dann montags, dienstags und donnerstags zwischen 19 und 21 Uhr, mittwochs und freitags zwischen 14 und 21 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 9 bis 21 Uhr an die Diensthabenden in der Notfalldienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) am St.-Franziskus-Hospital in Ahlen wenden.“

Schließung kein Thema

Bereits vor einigen Wochen war durchgesickert, dass die Öffnungszeiten reduziert werden sollten. Seinerzeit kam auch die Befürchtung auf, dass die Notfalldienstpraxis womöglich sogar ganz geschlossen werden sollte und die Patienten dann die nächstgelegene Praxis an der Barbaraklinik in Heessen aufsuchen müssten. Das trifft allerdings nicht zu.

Hintergrund der Öffnungszeitenbegrenzung ist der Wunsch der Ahlener Ärzteschaft. Es habe sich herausgestellt, dass zwischen 18 und 19 Uhr sowie nach 21 Uhr nur wenige Patienten die Notfallpraxis in Anspruch nehmen und die Ärzte mit einer Anpassung der Öffnungszeiten entlastet werden könnten. In einem kürzlich mit dem Vorsitzenden des Ahlener Ärztevereins geführten Gespräch hatte Dr. Thomas Mandelkow ausgeführt, dass seine Kolleginnen und Kollegen nicht zuletzt durch das Impfen bis zum Anschlag ausgelastet seien. Betroffene, die ärztliche Hilfe benötigen, werden daher gebeten, sich innerhalb der verkürzten Zeiten vorzustellen. Für akute Notfälle stehe weiterhin die Notfallambulanz des Krankenhauses zur Verfügung.

Daniela Noack, Stadt Ahlen

In der Pressemitteilung verweist die KVWL weiter darauf, dass die Änderung der Öffnungszeiten mit dem St.-Franziskus-Hospital abgesprochen worden sei. Daniela Noack, städtische Koordinatorin für den Gesundheitsbereich, bestätigt, dass die KV die Stadt über die beabsichtigten Änderungen informiert habe. „Wir haben Verständnis für den Wunsch der Niedergelassenen, die Öffnungszeiten zu reduzieren“, sagt Noack auf Anfrage. Allein die Tatsache, dass in jüngerer Zeit einige Praxen geschlossen worden seien, trage zu der höheren Belastung der Ärzteschaft insgesamt bei. Noack betont, dass die Stadt an der Aufrechterhaltung einer guten Notfallversorgung interessiert ist, und erinnert in diesem Zusammenhang an den Kampf der Stadt vor zwei Jahren, als die Kassenärztliche Vereinigung die Öffnungszeiten rigoros herunterfahren wollte.

Die Sprechstunden der Notfalldienstpraxis ab 1. Juni: montags, dienstags und donnerstags von 19 bis 21 Uhr, mittwochs und freitags von 14 bis 21 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 21 Uhr. Weitere Informationen unter www.kvwl.de/notfalldienst.

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