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Zwei 21-Jährige vor dem Landgericht

Opfer überlebte 19 Messerstiche nur knapp

Ahlen / Münster

Das Landgericht Münster verhandelt in Kürze die Attacke auf einen 37-jährigen Ahlener, der dabei im Oktober 2020 lebensgefährlich verletzt wurde.

wn

Einsatz an der Nordstraße im Oktober 2020. Foto: privat

Einige Anwohner erinnern sich sicher noch gut an eine Nacht im vorigen Oktober, als Blaulicht über die Nordstraße flackerte. Ein junger Mann hätte den Besuch eines Kiosks fast mit dem Leben bezahlt.

Jetzt sind zwei 21 Jahre alte Männer aus Ahlen angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, für diese brutale Tat verantwortlich zu sein. Gegen Mitternacht soll es zwischen einem der Angeklagten und dem späteren Opfer in dem Innenstadt-Kiosk zu wechselseitigen Beleidigungen gekommen sein. Der Angeklagte soll den Geschädigten aufgefordert haben, sich mit ihm zu schlagen.

Beleidigungen im Kiosk und vor der Tür

Vor der Tür soll es zu weiteren Beleidigungen durch den Angeklagten gekommen sein. Daraufhin sollen beide aufeinander zugegangen und sich gegenseitig attackiert haben. Der Angeklagte soll dann – wie laut Angaben des Landgerichts Münster von Beginn an beabsichtigt – mindestens 19-mal auf den Geschädigten eingestochen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er dabei den Tod des Geschädigten zumindest billigend in Kauf nahm.

Auf Brustkorb eingetreten

Der weitere Angeklagte soll erst dann hinzugekommen und in Kenntnis der Messerstiche auf den Brustkorb des am Boden liegenden Geschädigten eingetreten haben. Laut Anklageschrift soll auch er den Tod des Geschädigten billigend in Kauf genommen haben. Dem Geschädigten konnte – laut Anklageschrift – nur durch das umgehende Abbinden des Beines und die anschließende intensivmedizinische Behandlung das Leben gerettet werden.

Die 21. Große Strafkammer verhandelt den Fall am 23. März mit mehreren Fortsetzungsterminen.

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