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Aktion im Weltladen unterstützt italienische Hilfsorganisation

Orangen ohne Beigeschmack

Ahlen

Frische und fair gehandelte Orangen – die kann man noch bis zum 22. Januar bei einer besonderen Aktion im Weltladen bestellen. Die Orangen kosten nicht viel mehr als im Supermarkt – haben aber einen ganz anderen Weg hinter sich.

Von Angelika Knöpker

Hildegard Offele-Aden (l.) und Karla Grawinkel weisen mittels eines Plakats auf die Aktion „Süß statt bitter“ hin, die sich für bessere und faire Anbaubedingungen für Orangen einsetzt. Foto: Angelika Knöpker

In diesem Jahr beteiligt sich der Weltladen zum zweiten Mal an der Aktion „Süß statt bitter“. Dabei geht es um den Verkauf von Orangen ohne Sklaverei und ohne Gift.

Unter Federführung von Mitarbeiterin Sigrid Frielinghaus werden die fair gehandelten Früchte aus Süditalien in zwei Sonderaktionen bestellt und ohne Zwischenhändler nach Münster gebracht. Mit 3,20 Euro pro Kilo liegt der Preis nicht höher als im Einzelhandel. Mit dem Kauf der Früchte werden afrikanische Migranten unterstützt, die oft von Kleinbauern ausgenutzt werden. Sie erhalten normalerweise für das Pflücken der Orangen auf den Plantagen nur einen Spottpreis.

Die Hilfsorganisation „SOS Rosarno“ in Kalabrien zeigt, dass es anders geht: Der Verein stellt den direkten Kontakt zwischen Bauern, Arbeitern und Einkaufsgemeinschaften her, ohne Zwischenstufen des Handels. So erhalten alle Arbeiter einen fairen Preis und können in Würde leben.

Teilerlös geht an Flüchtlingsprogramm

Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf von Orangen geht an das Projekt „Lichter auf Rosarno“, dem Flüchtlingsprogramm italienischer Kirchen. „Bundesweit beteiligen sich katholische und evangelische Kirchen sowie fast alle Fair-Trade-Städte an der zeitlich befristeten Aktion“, sagt Weltladen-Sprecherin Karla Grawinkel. Sie lobt die Initiative des Drensteinfurter Bürgermeisters, der die Aktion aktiv mit dem Kauf von Orangen für seine Mitarbeiter unterstützt. „Das Beispiel könnte auch in Ahlen Schule machen“, wünscht sich Sigrid Frielinghaus eine Versorgung von Kitas und Schulen mit den fair gehandelten Früchten.

Bestellung bis zum 22. Januar

Wer die gute Sache unterstützen möchte, muss die Orangen bis zum 22. Januar (Sonntag) im Weltladen bestellen (Telefon 9 61 96 68). Geliefert werden die Früchte am 8. oder 9. Februar. Bei der Bestellung muss die Telefonnummer angegeben werden, da es zu Verzögerungen kommen kann.

Ein letzter Termin ist Anfang März. Auch dafür werden schon jetzt Bestellungen entgegengenommen. Die Orangen seien sehr süß, zum Verzehr oder auch zum Entsaften geeignet und lieferten jede Menge Vitamine, heißt es aus dem Weltladen. Die Abgabe erfolgt kiloweise oder auch in einer Kiste mit zehn Kilo. Eine neue Möglichkeit besteht dann erst wieder im Dezember zum Nikolaus-Fest.

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