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Minister greift zum Spaten

Osttangente bringt Entlastung

Ahlen

Sie war ein umstrittenes Projekt – die Osttangente. Nach jahrelangen Diskussionen wird nun der erste Spatenstich für die Umgehungsstraße erfolgen. Dazu kommt ein prominenter Gast nach Ahlen.

Gut zu erkennen ist die Dammlage, über die die Osttangente in Höhe der Wersequerung künftig führt. Foto: Stadt Ahlen

Im September 2020 überreichte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst der Stadt Ahlen einen Förderbescheid: Mit 10 667 400 Euro unterstützt das Land den ersten Bauabschnitt der Osttangente. Die Einladung zum symbolisch ersten Spatenstich, die Bürgermeister Dr. Alexander Berger dem Minister aussprach, nahm Wüst gerne an. Am kommenden Donnerstag (24. Juni) kehrt er zurück nach Ahlen und wird gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung von Land, Kreis Warendorf und Stadt Ahlen das Zeichen zum Baubeginn setzen.

Größtes Verkehrsprojekt der letzten Jahrzehnte

Mit der Osttangente entstehe in Ahlen „das größte Verkehrsprojekt der letzten Jahrzehnte“, sagte Berger bei Entgegennahme der Förderzusage im letzten Spätsommer. Viele Menschen würden von der Umsetzung profitieren, für den innerstädtischen Verkehr sei die Osttangente „mit enormen Entlastungswirkungen verbunden, auf die die Bürgerinnen und Bürger sowie viele Gewerbetreibende sehnsüchtig warten.“ Gewerbeerschließungen und Mobilität seien ohne Infrastruktur nicht möglich, stellte der Minister fest. Ein Stück Straße dürfe man deswegen nicht ideologisch betrachten. Hendrik Wüst: „So sehr man es sich auch wünschen mag, lässt sich nicht aller Verkehr mit dem Lastenrad erledigen.“

Drei Finanzierungs- und Bauabschnitte

Die Osttangente ist in drei Finanzierungs- und Bauabschnitte eingeteilt. Der erste beginnt an der Guissener Straße (Kreisstraße 27) und endet mit einem Kreisverkehr an der jetzigen Zufahrt von der Bergamtsstraße in das Gewerbegebiet Zeche Westfalen. Neben dem Straßenbau ist eine Brücke über die Werse erforderlich. Da die Brückenführung nicht zu einem Verlust von Überschwemmungsgebieten führen darf und um einen ausreichenden Querschnitt für den Hochwasserabfluss zu gewährleisten, muss das Bauwerk in eine Dammlage gebracht werden. Hierfür ist es aufgrund widriger Bodenverhältnisse im rechten Böschungsbereich erforderlich, einen Damm anzulegen. Auf dem künftigen Baufeld im Bereich Osthalde und Werse sowie auf dem Zechengelände sind bereits der Bodenbewuchs entfernt und Baumarbeiten vorgenommen worden.

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