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Artmann zur Osthalde

Politik ohne Mitspracherecht

Ahlen

Heinrich Artmann sieht die Chancen, die sich durch den Verkauf der Osthalde ergeben. Aber er ärgert sich über fehlende Transparenz.

wn

Die Osthalde ist an die Heimaterde GmbH verkauft. Das hätte FWG-Fraktions Foto: Christian Wolff

Wo bleibt die Transparenz? Das fragt sich der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählergemeinschaft (FWG), Heinrich Artmann, und bezieht sich dabei auf den Verkauf der Osthalde an die Heimaterde GmbH des Un­ternehmers und Um­weltaktivisten Dr. Dirk Gratzel. (unsere Zeitung berichtete).

„Dass die Osthalde jetzt zu ei­nem Leuchtturm für Umwelt- und Klimaschutz durch die Heimaterbe GmbH mit Sitz in Stolberg bei Aachen werden soll, kann sicher eine gute Chance für Ahlen sein“, teilt Heinrich Artmann mit. Das wolle er auch gar nicht kritisieren: „Ich glaube auch gerne an die ehrenvollen Absichten des Herrn Dr. Dirk Gratzel, der das 72 Hektar große Areal im Dezember 2020 von der RAG Montan Immobilien GmbH erworben hat.“

Heinrich Artmann, FWG-Fraktionsvorsitzender

Er ärgere sich aber, dass die Stadt erst im Nachhinein, aber immerhin schon vor etwa zehn Wochen informiert worden sei, ohne dass der Bürgermeister es für nötig erachtet habe, den Rat zu informieren.

Bei der Zechengesellschaft handele es sich um ein Unternehmen, „dass Milliardensubventionen erhalten hat und auch durch Bundes- und oder Landespolitiker kontrolliert werde und die Bürger vor Ort mitnehmen sollte“, konstatiert Artmann.

Warum seien die Ahlener bei der künftigen Nutzung der Halde nicht mit einbezogen worden? „Eine Down­hill-Moutainbike-Strecke, eine Sommerrodelbahn, ein Absprungmöglichkeiten für Gleitschirmflüge oder/und auch Nutzungen als natürliches Naher­holungsgebiet mit Haldenkreuzweg sind Möglichkeiten, die mir spontan einfallen“, so der Fraktionsvorsitzende. Politisch habe man bislang in Ahlen wegen des Bergrechts kein Mitspracherecht gehabt und jetzt auch nicht wegen eines neuen Eigentümers.

„Ich bin entsetzt über das intransparente Verfahren und die Jubelrufe der Verwaltung“, erklärt Heinrich Artmann dazu und setzt noch nach: „Ich glaube der Spruch ,Wir haben keine Demokratie, sondern eine Bürokratie‘ hat viel Wahres an sich.“

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