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Reaktion auf steigende Corona-Infektionszahlen

„Pöttkes- und Töttkenmarkt“ abgesagt

Ahlen

Der „Pöttkes- und Töttkenmarkt“ fällt auch in diesem Jahr aus. Diese Entscheidung fiel jetzt in einer Runde aus Vertretern der Stadtverwaltung, der Ratsfraktionen und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG).

Tausende von Menschen dicht gedrängt in der Fußgängerzone – angesichts der Corona-Entwicklung für die WFG keine Option. Foto: Ulrich Gösmann

Die Organisatoren hätten bis zuletzt gehofft, doch die aktuelle Entwicklung der Infektionen mit dem Coronavirus lasse ihnen keine andere Wahl: Der „Pöttkes- und Töttkenmarkt“ finde auch in diesem Jahr nicht statt, teilte Jörg Hakenesch, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ahlen (WFG), am Donnerstagnachmittag mit.

„Es wäre das falsche Signal, jetzt eine Veranstaltung durchzuführen, bei der viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen“, schildert Hakenesch die Überlegungen, die zu der Entscheidung geführt haben. Diese wurde am Mittwoch in einer gemeinsamen Runde aus Vertretern der Ratsfraktionen, der Verwaltung und der WFG einvernehmlich getroffen. „Wir haben sie uns nicht leicht gemacht“, betont Hakenesch, im Wissen um die große Beliebtheit des „Pöttkesmarkts“.

Jörg Hakenesch

Doch genau das sei das Problem, wenn sich Tausende von Besuchern in der Fußgängerzone und ihren Ne­benstraßen drängten. Keine Lösung sei es, die Abstände zwischen den Ständen zu vergrößern und dadurch das Geschehen zu entzerren: „Es würde trotzdem Engstellen geben. Darüber hinaus gehört es zum Charakter des Festes, dass die Menschen miteinander ins Gespräch kommen“, sagt der WFG-Chef. „Ein schöner Markt, wie wir ihn gewohnt sind, ist in diesem Rahmen leider nicht möglich.“

Die WFG hatte die Anzahl der teilnehmenden Aussteller für die 44. Auflage des Marktes ohnehin schon von zuletzt 180 auf 120 reduziert. Die ab dem 20. August gültige Coronaschutzverordnung hätte auch die Durchführung unter Einhaltung gewisser Regeln erlaubt. Den Veranstaltern sei das Risiko aber zu groß, so Hakenesch. Für die WFG bedeute die Entscheidung, die bereits mit den Ausstellern geschlossenen Verträge rückabzuwickeln. Die Wirtschaftsförderer hätten die Veranstaltung seit mehreren Monaten vorbereitet, um den Besuchern am 18. und 19. September ein attraktives Event anbieten zu können, das erstmals auch um ein musikalisches Abendprogramm erweitert werden sollte.

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