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Junge Bildende Kunst

Preisträger-Werke im Schaufenster

Ahlen

Ein Leerstand hat auch sein Gutes: Er kann beispielsweise ein temporärer Schauraum sein für junge Talente.

Dierk Hartleb

Leon Schäfer (l.) und Joshua Bartenhagen teilen sich gleichberechtigt den ersten Preis beim Wettbewerb „Junge Bildende Kunst 2020“ des Kunstvereins Ahlen. Ihre Arbeiten sind jetzt im Gutenberghaus an der Oststraße ausgestellt. Foto: Dierk Hartleb

Es war sicher die bislang ungewöhnlichste Preisverleihung des „Förderpreises Junge Bildende Kunst“: Weil der Kunstverein den Preis nicht wie in den zehn Jahren zuvor zur Eröffnung der Ausstellung „Talente gesucht – Talente gefunden“ am 26. Februar in der Stadt-Galerie verleihen konnte, hatte der Vorstand die Preisträger am Sonntagmorgen zum Ortstermin am Gutenberghaus in der Oststraße eingeladen. Das leerstehende Ladenlokal ist vorübergehend zum Schauraum für die Preisträger des Wettbewerbs umfunktioniert worden.

Weniger Teilnehmer

Gerd Buller begrüßte als Co-Vorsitzender Joshua Bartenhagen und Leon Schäfer, die sich gleichberechtigt den ersten Preis teilen. Lara Schneeweiß, die für ihre Arbeit „twenty 20“ mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde, nahm an der Preisverleihung unter freiem Himmel nicht teil.

Buller hielt seine Begrüßung formlos. Dem Kunstverein sei es trotz der Pandemie gelungen, den Wettbewerb 2020 auszuloben. Dass sich nur knapp über 50 junge Künstlerinnen und Künstler beteiligt hätten, sei Corona geschuldet und der Tatsache, dass die Schützenhilfe durch die Schulen gefehlt habe.

Unter freiem Himmel übergaben die Vorsitzenden Gerd Buller und Sandro de Marco sowie derkünstlerische Leiter Sven Henric Olde (v.l.) die Preise, hier an Joshua Bartenhagen. Foto: Dierk Hartleb

Die Jury habe sich bei der Prämierung für zwei technisch sehr unterschiedliche Arbeiten entschieden, sagte Sven Henric Olde. Der künstlerische Leiter bescheinigte beiden Preisträgern eine gute Umsetzung ihrer Ideen. Joshua Bartenhagen hat eine Videoarbeit mit dem Titel „Acid interactive“ eingereicht, die den Betrachter zum Mitwirkenden macht. Die technische Grundlage sei eine leistungsstarke Programmiersprache, sagte der 17-jährige Gymnasiast über seine Arbeit. Mit der Auszeichnung sei auch die Frage geklärt, dass auch der Algorithmus kunsttauglich sei, ergänzte Hermann Mense, Beiratsmitglied des Kunstvereins.

Fünfjährige Mitgliedschaft im Kunstverein

Einen ganz anderen Weg hat Leon Schäfer mit seiner klassisch analogen Fotografie „Dreamscape“ beschritten, die ein Naturstillleben mit einem Baum im Vordergrund zeigt. Technisch aufwendig das Verfahren, in dem der 21-Jährige, der in Bielefeld an der FH Fotografie studiert, den Abzug hergestellt hat.

Verbunden mit dem Preis ist eine fünfjährige Mitgliedschaft im Kunstverein sowie die Teilnahme an einem Bildhauer- und Druckgrafikkurs, den Klaus-Dieter Eckhoff leitet. Leider könnten die Kurse derzeit nicht stattfinden, merkte Mense an.

Buller wies abschließend darauf hin, dass grundsätzlich die Möglichkeit zum Besuch der Stadt-Galerie bestehe. Voraussetzung sei eine Anmeldung unter der E-Mail-Adresse des Kunstvereins (info@kunstvereinahlen.de). Die Preisträger-Ausstellung bleibt bis zum 28. März im Schaufenster des Gutenberghauses zu sehen.

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