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Bürgerschützenverein Ahlen ehrt verdiente Mitstreiter

Premieren – Plakettenreigen – Personalwechsel

Ahlen

Gottesdienst, Kommers und Königsball - so ging das Festprogramm des Bürgerschützenvereins Ahlen am Freitag und Samstag weiter.

Von Christian Wolff

Ein Bild für die Chronik des Bürgerschützenvereins Ahlen: Der Hofstaat um König Bernhard Büscher und Königin Anne Gosda ist der erste, der auf der ehemaligen „Hela-Radrennbahn“ gekürt wurde.

Mit dem Königsball hat das Fest des Bürgerschützenvereins Ahlen am Samstagabend seinen glanzvollen Abschluss gefunden. Im Mittelpunkt standen dabei die neuen Majestäten Bernhard Büscher und Anne Gosda nebst Hofstaat.

Nach zweimaligem Festausfall platzierten sich natürlich auch einige Jubiläumsthrongesellschaften mehr als sonst an den Tischen im Festzelt, wo nach Einmarsch, Begrüßung und Eröffnungstanz echte Partystimmung einkehrte.

Der Freitagabend hingegen stand ganz im Zeichen des Oberst, der in diesem Rahmen besondere Verdienste würdigte und Treue belohnte. Begleitet wurden die Grünröcke dabei durch das Blasorchester des Musikvereins Vorhelm unter der Leitung von Benjamin Jäger. Ebenfalls im Festzelt fand der ökumenische Schützengottesdienst statt, den die Pfarrer Martin Frost und Dr. John Polnedi gemeinsam zelebrierten. Als Ehrengäste waren zu späterer Stunde außerdem Timo Quante und Clara Bühlmeyer als Majestäten des Schützenvereins „Alt- und Neuahlen“ auf den Festplatz „Hela-Radrennbahn“ gekommen.

Zahlreiche Plaketten aus dem Schießwettbewerb, der den Festtagen traditionell vorausgeht, wechselten ebenso den Besitzer. Der Oberst lobte diejenigen, die auch nach der langen Zwangspause nichts verlernt zu haben scheinen.

Für drei Jahre im Amt des Königsoffiziers erhielt Leutnant Michael Krüger den Leistungsorden aus den Händen von Oberst Frank Beier. Zugleich wurde mit Sebastian Schroer der Amtsnachfolger vorgestellt.

Seit 60 Jahren verstärkt Walter Rinke die Reihen der Offiziere. „Schon 1955 trat er in das Jungschützenkorps ein, war 1963 und 1964 Königsoffizier und gestaltete vier Jahre lang das Kinderfest“, erinnerte der Oberst. Ebenfalls nach vorne treten durfte Hauptmann Oliver Rasfeld, der am Fronleichnamstag als Kompaniechef der Zweiten verabschiedet worden war. Über zwei Jahrzehnte lang war er auch Schriftführer des Vereins sowie zuvor bei den Jungschützen. „Deine humorvolle und zugewandte Art hat mich immer begeistert“, lobte Beier und überreichte Rasfeld einen Säbel als Dank für die Treue. Neuer Chef der zweiten Kompanie ist Bernhard Mathew, der sich zugleich als Oberleutnant der Jungschützen verabschiedete.

Apropos Jungschützen: Sie blicken in diesem Jahr auf ihr 70-jähriges Bestehen. „Sie sind der Garant dafür, dass auch in Zukunft der Grundgedanke des Schützenwesens erhalten bleibt“, zitierte Beier den früheren Vorsitzenden Theo F. Leifeld. „Dieser Grundgedanke ist die Pflege und Erhaltung von Traditionswerten sowie der personelle Aufwuchs von Offizieren, Vorständen und Schützenkönigen. Das Jungschützenkorps ist die Speerspitze des Bürgerschützenvereins.“ Ohne organisch gewachsenen Nachwuchs laufe die Gemeinschaft ins historische Nirwana.

Langjährige Jungschützen verabschiedet

Heiner Gosda oblag es als Chef der Jungschützen, einige langjährige Mitstreiter zu verabschieden, die nun ins Offizierskorps übergetreten sind: Philipp Frenz, Sebastian Untiedt, Sebastian Schroer, Julius Heuser, Christian Bienek und Max Bienek. Gerahmte Erinnerungen der zusammenschweißenden Jungschützenzeit durften hierbei nicht fehlen.

Und auch beim Nachwuchs gab es weitere Auszeichnungen. Als Jungschützenkönig wurde Stephan Hipper geehrt; als beste Jungschützen im eigenen Wettbewerb Benedikt Büscher (90 Ringe), Tim Hofmeister (89 Ringe) und Nils Rittmeier (86 Ringe). Julius Heuser wurde zugleich als neuer Zugoffizier in Nachfolge für Bernhard Mathew, als neuer Spieß Benedikt Büscher in Nachfolge für Julius Heuser vorgestellt.

Für Mathew hatte Gosda noch eine Würdigung: Neuerdings gibt es einen Aufnäher für besondere Verdienste in den Kategorien Bronze, Silber und Gold. Zur Premierenverleihung durfte sich der ehemalige Zugoffizier über Silber freuen.

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