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Karneval ohne „Tolle Tage“

Prinz Philip I. zur Absage: „Ich wusste von diesem Risiko“

Ahlen

Am Tag nach der Absage der „Tollen Tage“ wirkt Stadtprinz Philip I. gefasst. Er hofft, dass bis Sessionsende wenigstens kleinere Begegnungen möglich sind. Wie bei der Prinzenmesse, die stattfindet – per Stream.

Von Christian Wolff

Er macht sein Ding: Stadtprinz Philip I. (Rings) lässt sich die Stimmung nicht vermiesen. Wo es noch geht, will er Frohsinn verbreiten. Zum Beispiel bei der gestreamten Prinzenmesse. Foto: Christian Wolff

Stadtübernahme und Rosenmontagsumzug sind eigentlich die unangefochtenen Höhepunkte eines jeden Prinzenjahres. Für Philip I. (Rings) und sein Gefolge werden diese Tage alles andere als ausgelassen. Die Absage, die am Montag öffentlich wurde, trifft sie jedoch nicht unvorbereitet.

„Wir haben irgendwie damit gerechnet“, sagt der Stadtprinz auf Anfrage unserer Zeitung, macht aber keinen Hehl daraus, dass ihm die richtig großen Auftritte vor Publikum natürlich fehlen. Denn auch die Saalveranstaltungen wurden bereits im November ausgesetzt. „Ich wusste von diesem Risiko, aber ich will auch alle Menschen davor bewahren, unvorsichtig zu sein. Ich sehe mein Amt zugleich als ganz wichtigen Beitrag dazu, dass der Karneval in Ahlen trotz Corona nicht völlig untergeht.“ Die Narren wollen im Gespräch bleiben.

Besuche in Kindergärten und Schulen

Und so wird die Tollität weiterhin im kleinen Rahmen aktiv sein. „Diese Session wird gerade wegen der Umstände unvergesslich sein – für alle Ahlener.“ Besuche in Kindergärten und Schulen oder auf private Einladungen – immer mit frischem Test im Gepäck – sollen bis Sessionsende an der Tagesordnung sein. „Wo ich kann, werbe ich zugleich dafür, sich impfen oder boostern zu lassen“, sagt Philip I. und hofft auf Gehör. Wer noch Termine abstimmen will, kann sich unter der Telefonnummer 01 71 / 5 12 10 69 mit dem Prinzenteam in Verbindung setzen. „Wir freuen uns über jeden Kontakt“, so Philip.

Einen kleinen Lichtblick für den Prinzen, seine Adjutanten Ingo Rütten und Alexander Wilk sowie Standartenträger Andreas Burian gibt es trotz aller Absagen: „Die Prinzenmesse soll stattfinden – mit Videostream. Wir können sie zelebrieren, wenn auch mit wenigen Leuten auf Abstand“, verrät der Stadtprinz. Termin ist am 13. Februar um 10.30 Uhr. „Das Gute daran ist, dass alle Interessierten durch den Livestream dabei sein können.“ Dieses Verfahren sei in der Krise schon gut erprobt und er habe erst am Dienstagmorgen noch mit Pfarrer Willi Stroband gesprochen. Übertragungsort wird die St.-Ludgeri-Kirche sein. „Das wird was. Wenigstens das.“

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