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60 Jahre Familienbildungsstätte

Rahmen und Raum für Begegnung

Ahlen

Es geht nicht nur um reine Wissensvermittlung. In der Familienbildungsstätte wird der ganze Mensch mit all seinen Wünschen und Fähigkeiten in den Blick genommen. Und das nun seit 60 Jahren.

Zahlreiche Gäste feierten mit dem Team der Familienbildungsstätte das 60-jährige Bestehen der Einrichtung. Foto: Angelika Knöpker

60 Jahre Familienbildungsstätte – 60 Jahre ein stetiger Wandel in der Bildungsarbeit. Dass die Einrichtung diesem Anspruch gerecht wird, machte die Feierstunde zum Jubiläum am Freitagvormittag deutlich. In herzlicher, lockerer Atmosphäre begrüßte Leiter Lars Koenig Vertreter der Kirche, Politik, Verwaltung, aber auch Verbände und Vereine und Mitglieder des Trägervereins.

Mit einem geistigen Impuls, untermalt von Kirchenmusiker Martin Göcke, machte Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig die großen Herausforderungen für die Zukunft deutlich. „Die Menschheit hat viel Wissen angesammelt, sie kann damit aber auch die Welt vor die Wand fahren“, schilderte er die Entwicklung, bei der vielfach die Unfähigkeit zwischen Faktenlage und Fiktion zu erkennen sei.

Anfänge im Juni 1962

Lars Koenig erinnerte an die Anfänge im Juni 1962, als die Familienbildungsstätte noch unter dem Namen Dekanatsmütterschule St. Anna firmierte. Heute öffne sich das Haus der ganzen Familie mit einem breitgefächerten Angebot von religiösen und gesellschaftlichen Themen über Hauswirtschaft, Gesundheit, Sport und Kreativität allen Familien und Generationen. Sie seien im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut worden, so dass die räumliche Erweiterung vor elf Jahren unumgänglich geworden war. Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen nannte der Einrichtungsleiter die Digitalisierung. In der Pandemie habe die FBS mit 144 Online-Angeboten mehr als 1000 Teilnehmer erreicht, berichtete er stolz. Das alles sei nur möglich gewesen mit verlässlichen Kooperationspartnern, machte er deutlich. Das Leitbild sei nicht die reine Wissensvermittlung, vielmehr werde der ganze Mensch mit all seinen Wünschen und Fähigkeiten in den Blick genommen. Die Familienbildungsstätte biete den Rahmen und Raum für Begegnung und Interaktion.

Spielerisch, nicht belehrend

Für die Stadt Ahlen gratulierte Sozialdezernentin Stephanie Kosbab zum Jubiläum. Spielerisch, nicht belehrend sollte Bildung vermittelt werden, sagte sie. Sie bescheinigte der FBS eine große Akzeptanz bei den Bürgern. Ganz besonders lobte sie das intensive Engagement bei der Erinnerungskultur und der Integration der Migranten wie zum Beispiel beim Internationalen Frauenfrühstück.

Kreisdechant Peter Lenfers aus Warendorf gratulierte im Auftrag des Trägervereins und machte deutlich, dass es mit 27 Weiterbildungseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft so viele wie in keinem anderen Bistum gibt.

Bevor im Rahmen eines Umtrunks Gelegenheit zum Austausch gegeben war, verblüffte Magier und Mentalist David Wedegärtner die Gäste mit seinen Zaubertricks. Der Paderborner Künstler holte sich dazu seine „Opfer“ aus dem Publikum und begeisterte mit einer originellen Show.

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