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Konzertabend zum Jubiläum der „Happy Trumpets“

Ralf Doodts letzter Auftritt in erster Reihe

Ahlen

Sie sind aus der Musikszene Ahlens nicht wegzudenken: Wenn Karneval oder Schützenfest gefeiert wird, sind die „Happy Trumpets“ dabei. Jetzt feierten sie sich selbst mit einem Konzertabend.

Von Ralf Steinhorst

Die „Happy Trumpets“ spielten zu ihrem 50-jährigen Bestehen einen Querschnitt aus ihrem Repertoire. Foto: Ralf Steinhorst

Nachdem am Freitagabend zum Festabend die Gratulationen zum 50-jährigen Bestehen der Blasmusikfreunde „Happy Trumpets“ im Vordergrund standen, lag am Samstagabend der Fokus auf dem Konzertanten. Die „Happys“ brachten einen Querschnitt aus ihrem Repertoire zu Gehör. Musikalische Gäste waren die Bands „Eyes Wide Shut“ und die „Domstürmer“ aus Köln.

„In der Stadthalle hätten wir uns etwas verloren“, begründete „Happy-Trumpets“-Leiter Ralf Doodt den kurzfristigen Umzug in den Hof Münsterland, der fast bis auf den letzten Platz belegt war und sich so hervorragende Stimmung ausbreitete. Das die Musiker der „Happys“ sich auch in anderen Gruppen wiederfinden, zeigte die Gruppe „Eyes Wide Shut“: Drei ihrer Bandmitglieder gehören auch den „Happy Trumpets“ an. Mit Pop- und Rocksongs brachten sie schon gute Stimmung in den Saal. „Das war ein super Auftakt für den Abend“, zeigte sich auch Ralf Doodt zufrieden.

Fotoshow zur Erinnerung

Eine Fotoshow erinnerte dann unter dem Motto „Theo, wir werden dich nie vergessen“ emotional an Theo Doodt, Mitgründer und langjähriger Leiter der Blasmusikfreunde. Mit Howard Carpendales „Hello Again“ startete das Konzert der „Happys“ dann musikalisch durch, der Song erinnerte an die nun zurückliegende Pandemiepause, daran schloss sich ebenso symbolisch ein Dankeschönlied an. „Dass wir heute wieder hier sind, verdanken wir nur euch“, bedankten sich sängerisch Nadine Burian und Alexander Bußmeier beim Publikum. Es war nicht ihr einziger Auftritt als Gesangsduo an dem Abend. Und weil es an Symbolik nicht mangeln sollte, schlossen sich die „Fahrenden Musikanten, das sind wir“ an. „Die ersten Stücke sagen schon alles aus“, betonte dann auch Ralf Doodt.

Tulpen aus Amsterdam: Nadine Burian nahm es wörtlich und verteilte als Meisje Tulpenzwiebeln aus dem Korb. Foto: Ralf Steinhorst

Das musikalische Programm umfasste mehrere Blöcke, bei denen Karnevalssongs und Schützenfestlieder natürlich nicht fehlen durften. Aber auch Schlager hatten Einzug in die Vortragsliste gefunden, wie der Evergreen „Im Wagen vor mir“, bei dem das Gesangsduo Bobbycar fahrend um die Ecke kam. Eine weitere nette Aktion gab es zu „Tulpen aus Amsterdam“, als Nadine Burian als Meisje verkleidet mit Korb durch die Reihen ging und Tulpenzwiebeln verteilte. Natürlich wurde auch Heimatliches gespielt, beim „Steigerlied“ sang der ganze Saal emotional mit.

Die Band „Eyes Wide Shut“ leitete den konzertanten Jubiläumsabend mit Pop- und Rocksongs ein. Foto: Ralf Steinhorst

Bevor die Feiergemeinde zum dritten Konzertteil mit den „Domstürmern“ überging, kündigte Ralf Doodt das Ende einer Ära bei den „Happy Trumpets“ an. Für ihn sei es das letzte Konzert als musikalischer Leiter, er werde sich in die zweite Reihe zurückziehen. „Wenn meine Hilfe gebraucht wird, bin ich aber noch da“, versprach er.

Für die „Domstürmer“ mit Frontsänger Micky Nauber (l.) war das Aufeinandertreffen mit Stadtprinz Philip I. eine große Überraschung. Foto: Ralf Steinhorst

Beim Konzert mit den „Domstürmern“ gab es für die Kölner eine Überraschung. Dass Stadtprinz Philip I. (Rings) ihren Hit „Mach dein Ding“ als sein Prinzenlied ausgewählt hatte, wussten sie nicht, machte sie aber sichtlich stolz. Klar, dass Philip I. für die Domstädter seinen Prinzenorden mitgebracht hatte. Gemeinsam sangen sie das Prinzenlied.

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